"Eins bleibt immer gleich, nach dem Feuerwerk wird aufgeräumt", hat ein weiser Mann namens Benjamin Griffey, besser bekannt als Casper, einmal gesagt (bzw gesungen, gerappt, gesprochen oder wie auch immer in "Nach der Demo ging's bergab" auf "Hinterland"). Auch die britischen Indierocker von Bloc Party widmeten sich auf "A Weekend in The City" dem Exzess und dem Kater danach. The Menzingers ziehen den Kreis noch etwas weiter: "After The Party" reflektiert das Älterwerden, das Erwachsenwerden - und wie man sich trotz aller Konventionen, die das Leben mit sich bringt, sein Ich bewahrt. "We're turning 30 now, and there's this idea that that's when real life comes on. In a way this album is us saying, 'We don't have to grow up or get boring — we can keep on having a good time doing what we love."
- Greg Barnett
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| Greg Barnett bei einem Auftritt in Lindau. Foto: Daniel Drescher/Tinnitus Attacks |
Daneben finden sich auch viele religiöse Anspielungen, am offensichtlichsten natürlich in "Bad Catholics", das vom Wiedersehen mit einer verflossenen Liebe bei einer Kirchenpicknick handelt. In "Boy Blue", wo es heißt "No Empty Seats In Eternity". Aber auch in "Black Mass": Da erzählen The Menzingers vom Aus einer Liebe, der Traualtar als Ort des Opfers, massig Interpretationsspielraum. Am Ende der Platte steht aber die Erkenntnis: "After The Party, It's Me And You." Aus dem egoistischen Ich der 20er wird das Wir, das Verantwortung für einen anderen Menschen übernimmt. Ein tröstlicher Gedanke.
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| Tom May beim Gig in Lindau (Oktober 2016). Foto: Daniel Drescher/Tinnitus Attacks |
Seinen Platz in den Bestenlisten der Punkrock-Szene dürfte "After The Party" jedenfalls schon sicher haben.
"After The Party" von The Menzingers ist am 3. Februar via Epitaph Europe erschienen. Hier seht Ihr das Video zu "Lookers".

