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| Kaffee, Zigaretten - und die Foo Fighters im Kassetten- rekorder: Dave Grohl & Co. mit einer coolen Idee. Screenshot: Tinnitus Attacks |
Ein nettes Gimmick, dieses virtuelle Tape, gerade für Leute (wie mich), die im Grunde ihre Jugend mit dem Zusammenstellen von Mixtapes verbracht haben. Da kommt ein USB-Stick einfach nicht ran. Das perfekte Mixtape erfordert einen Hang zum Perfektionismus und den Willen, sich mit völlig unbedeutenden Fragen auseinanderzusetzen. Mit was eröffne ich das Tape? Es muss was Großartiges sein, damit man nicht gleich abschaltet, aber man darf auch nicht gleich das Highlight servieren - sonst gibt's ja keinen Grund, weiterzuhören. Dann die Zeitfrage: Ich weiß noch, wie ich Songlängen in Sekunden umgerechnet habe, damit ich exakt soviel Musik auf eine Seite packen kann, wie draufpasst. Und dann das Artwork: Zig Zeitschriften durchgeblättert, in denen mögliche Motive für dieses winzige Kassettencover waren, die dann mit Geodreieck und Bastelmesser ausgeschnitten und mit Kleber fixiert.
Die Foo Fighters bringen dieses Gefühl mit ihrer Internetseite ein Stück weit zurück: So kann man nicht zu einzelnen Titeln springen, sondern spult vor (begleitet von Geräuschen, als ob Mickey Maus unter die Räder kommt), kann die Seite wechseln und natürlich nichts aufnehmen, weil man die kleinen Ecken oben am Tape wohl rausgebrochen hat - damit man nicht im Unverstand was überspielt, was man gar nicht Löschen wollte. Witzig: Ich hab damals sogar die gleichen Kassetten verwendet. TDK SA 90. High Position Rec Type II.
Wird Zeit, die alten Tapes mal wieder rauszukramen. Manche waren so gut, dass ich sie einfach behalten hab.
Euch viel Spaß mit den Foo Fighters.
Die Setlist haben die Jungs von setlist.fm übrigens.
