Montag, 29. Dezember 2014

Jahresrückblick 2014, Teil 2: Die besten Platten des Musikjahres

Große Neuentdeckungen hat mir das Jahr 2014 nicht gebracht. Die vergangenen zwölf Monate waren eher davon geprägt, dass sich alte Bekannte zu neuer Größe erhoben haben. Das spiegelt sich dann auch in meiner Jahres-Top-Ten wieder. Und wie auch schon in den Jahren davor gilt: Der Wertung liegt ein höchst pseudomathematischer Koeffizient zugrunde. Zahl der Hördurchläufe mal Grad der Faszination, und das irgendwie so korreliert. Mit einem Klick auf Bandnamen und Albumtitel gelangt Ihr zur Rezi, die auf dem Blog erschienen ist.

10.) The Hold Steady - Teeth Dreams
Taufrisch sind die nicht mehr. Aber The Hold Steady machen auf "Teeth Dreams" so vieles richtig. Krachende Rocker wie "Spinners" zum Beispiel, die kriegst Du nicht mehr aus dem Kopf. Craig Finn bleibt der erzählstärkste Pub-Poet ("Let the city live your life for you tonight"), Tad Kubler zimmert ihm die kantigen Riffs dazu und Neuzugang Steve Selvidge schiebt das Schiff in Richtung Classic Rock der Marke Thin Lizzy. Gut, dass sie die Kurve gekriegt haben - denn es war nicht sicher, ob es dieses Album geben wird. Und auf goldenem Vinyl - meine Herren, fühlt sich das gut an. 

9.) Opeth - Pale Communion
Bin mal wieder spät dran. Manche Bands sind schon ewig da, man hört auch immer wieder, wie gut sie sein sollen, aber an Bord kommt man dann eben erst irgendwann. Ich hab auch keine Ahnung, ob ich mir den Backkatalog erarbeiten muss oder ob das jetzt so passt. Jedenfalls haben mich die ersten Töne des Openers "Eternal Rains Will Come" (was für eine Verheißung) an meiner Prog-Schwachstelle erwischt. Und es wurde auch nicht schlechter die Minuten danach. Die Death-Metal-Vergangenheit ablegen, das kann ja problematisch sein. Opeth jedenfalls tut es gut. 

8.) Lagwagon - Hang 
Mir war klar, dass Lagwagon große Klasse sind. Dass sie aber eines meiner Top-Ten-Alben dieses Jahr abliefern, hätte ich nicht gedacht. Nur war "Hang" einfach zu gut. Der voluminöse Sound (natürlich von Bill Stevenson, dem Descendents-Drummer, der in seinem Blasting Room Studio schon so viele Platten veredelt hat). Die Songs, die perfekt Härte und Melodie kombinieren. Joey Capes Kunst, Musik und Text so zu verzahnen, dass sie auch substanziell als Akustiktracks durchgehen würden, aber mit Stromgitarre eben noch cooler wirken. Ein beeindruckendes Spätwerk. 

Chuck Ragan hat auch ein neues Album dieses Jahr veröffentlicht, das hat mir gefallen. Aber dieses Live-Album war der Hammer. So viel Musik. So viel Haltung. So viele gute Worte. Chuck Ragan nimmt alle mit. Songwriter wie Kollegen Tim Vantol, der mit auf die Bühne kommt. Mütter, denen er einen Song widmet ("Geraldine"). Und alle, die eben zu seinem Konzert kommen und eine gute Zeit haben sollen. Dazu neue Stücke wie "Bedroll Lullaby" mit seiner Steel-Gitarre, alte Hits wie "Rotterdam" und sogar was von Hot Water Music ("Drag My Body").  

Melancholie in Reinform. Interpol waren schon immer die Band, zu deren Musik man eine Schachtel Zigaretten wegziehen, eine Flasche Rotwein dazu leeren und mit sich selbst über Weltschmerz und andere Nettigkeiten sinnieren möchte. Die charakteristische Stimme von Paul Banks prägt auch "El Pintor". Songs wie "All The Rage Back Home" preschen nach vorne, es gibt aber auch innehaltendere Momente, die einen einwickeln. Am besten nachts im Auto hören, Freibad-tauglich ist diese Platte nicht. 

5.) Against Me! - Transgender Dysphoria Blues
Keine einfache Platte. Wenn einem die Band wegbricht und das Leben auf dem Kopf steht, ist das nicht ohne. Laura Jane Grace (ehemals Tom Gabel) zeigt auf ihrem ersten Album seit dem Transgender-Coming-Out, dass sie sich vom Umbruch in der Band nicht hat irritieren lassen. Das Album behandelt diesen mutigen Schritt, der auch in der ach so toleranten Punkszene für genügend hässliche Kommentare gesorgt hat (und Brian Fallon von The Gaslight Anthem ein sehr sympathisches Statement abnötigte). Songs wie "Dead Friend" kennt mancher schon von Akustik-Darbietungen. Ein wichtiges Album. 

4.) Beatsteaks - dto. 
Mit "Boombox" hatte ich sie abgeschrieben. Jetzt sind sie wieder da, Berlin's Finest, die Beatsteaks, und ignorieren die Stilgrenzen zwar noch mehr, haben dabei aber die überzeugenderen Songs im Köcher. Das jubilierende "Make A Wish", aber auch Groove-Granaten wie "Gentleman of the Year" und die beiden Schlussnummern "Creep Magnet" und "I Never Was" sind so gelungen, dass man sich einfach nur freuen kann. "Good Night" sagt Sänger Arnim zum Schluss. Hoffentlich müssen wir nicht so lange schlafen, bis die nächste Platte da ist. 

3.) Bob Mould - Beauty & Ruin
Hüsker Dü und so, Bob Mould ist einer der Großen. Und seine Soloalben sind richtig richtig gut. Auch "Beauty & Ruin". Wer ein Album so nennt und sich auf dem Cover in alt und jung zeigt, hat eh schon gewonnen. Aber dann auch noch Songs wie "I Don't Know You Anymore" rauszuhauen - das kann nicht jeder. Dave Grohl wusste das natürlich und hatte sich den Gastauftritt des Rockveteranen schon auf "Wasting Light" gesichert. Doch Mould solo ist auch eine Offenbarung. Da kommt noch mehr, ganz sicher. 

2.) Kraftklub - In Schwarz
Anfangs hatte ich meine Zweifel. Die Refrains wirkten hingeschludert, wenig durchdacht. Dann aber mehr und mehr Hördurchgänge. Die Songs wuchsen. Die Texte eh. "Schüsse in die Luft", diese elegante Sozialkritik. Oder "Meine Stadt ist zu laut", der die Gentrifizierung so auf den Punkt bringt. Das Konzert im Atomic Café in München setzte allem dann die Krone auf. 300 Menschen auf engstem Raum - das Shirt nach wenigen Minuten so nass als hätte man es in Wasser getunkt. Auch wenn es dann nur 30 Grad (oder wie viel waren es?) waren. Jetzt warten alle auf das Dritte.  

1.) Pascow - Diene der Party
Die besten Texte. Die coolsten Riffs. Die fetteste Produktion. Pascow aus Gimbweiler haben  ihr Meisterwerk abgeliefert. Das sag ich nicht, weil mich das Buchprojekt so beeindruckt hat. Die Platte wirkt aber so lange bei mir nach. Mit Songs wie "Fluchen und Fauchen", Songzeilen wie "Scheiß auf Außenseiterromantik, die nie echt war und sich immer nur selbst dient". Besser war deutschsprachiger Punkrock 2014 einfach nicht - und lange davor auch nicht. Danach - wird man sehen. Meine Zweifel hab ich.

Eine Playlist auf Spotify findet Ihr an dieser Stelle

Wie es in den Jahren vorher aussah, erfahrt Ihr per Klick aufs Jahr: Jahresrückblicke aus 2013, 2012 und 2011. Die zehn zu kurz gekommenen Platten in 2014 gibt's an dieser Stelle.

Sonntag, 28. Dezember 2014

Jahresrückblick 2014, Teil 1: Die zu kurz Gekommenen

Jedes Jahr das Gleiche: Auch wenn Musik die höchste Priorität hat, man kommt nicht dazu, sich alles anzuhören, was einen interessiert. Bei mir kam dieses Jahr noch dazu, dass sich die wichtigste berufliche Veränderung meines Lebens abgespielt hat. Eine sehr positive Veränderung. Kennt Ihr das, wenn Ihr lange auf etwas hinarbeitet und das Ziel dann endlich erreicht? So eine Veränderung. Und klar, man bekommt mit, dass Band A und Band Y neue Alben bringen, aber dann kommt schon  wieder was anderes und plötzlich ist das Jahr rum. Aus diesem Grund würdige ich auf Tinnitus Attacks jedes Jahr auch die zehn Alben, die unterm Jahr an mir vorbeigegangen sind, die ich aber noch unbedingt hören, haben, kaufen muss. Teils stehen sie schon in meinem Regal, teils hab ich mal reingehört - jedenfalls kommen hier die zehn Alben, die mit etwas mehr Zeit auch auf Tinnitus Attacks besprochen worden wären. Woulda shoulda coulda. 

10.) Manchester Orchestra - Cope 
Mit ihrem Album "Mean Everything To Nothing" hab ich sie lieben gelernt, die Alterantive-Rocker aus Atlanta, Georgia. Die clever komponierten Ausbrüche wie in "Shake it Out" und das Nirvana-Feeling bei "In My Teeth" hatten mich überzeugt. "Simple Math" hab ich auch im Schrank stehen, aber "Cope" ging an mir vorbei. Wie immer kann man sich nicht erklären, warum. Unmissverständlich und erbarmungslos soll das Album laut Frontmann Andy Hull sein, jeder Song ein Schlag gegen den Kopf. Nun denn. Es kann losgehen - wartet, ich setz nur noch eben meine Brille ab.

9.) The War On Drugs - Lost in The Dream
Den Vorgänger "Slave Ambient" hab ich mit dem grandiosen Song "Baby Missiles" durch das britische Uncut-Magazin entdeckt. Das diesjährige Werk von Adam Granduciel war mir zwar präsent, und es hieß, 80er meets Bob Dylan, hieß es, und ich wäre bereit gewesen, mich drauf einzulassen. Kurt Vile hat die Band aus Philadelphia 2009 verlassen und ist solo unterwegs. Macht nix. The War on Drugs rollen erst Synthie-Teppiche aus, auf denen sich dann Bruce Springsteen mit gezogenem Stecker austoben darf. So ungefähr klingen Songs wie "Burning" in meinen Ohren.

8.) Pianos Become the Teeth - Keep You 
Moment. Klangen die noch auf dem letzten Album "The Lack Long After" nicht wie der Traum jedes trotzigen Teenagers, der nach einem Streit die Treppe hinaufrennt und seine Zimmertür krachend ins Schloss wirft und einen passenden Soundtrack dazu braucht? Wenn der 2011er-Output der "The Wave"-Vertreter aus Baltimore, Maryland, noch der Zwist mit den Eltern war, klingt "Keep You" wie die Melancholie nach einem gebrochenen Herzen. Plötzlich denkt man an The National und ihre verschleppten Minidramen. Auch La Dispute traten 2014 eher leise, Title Fight werden nächstes Jahr auf ihrem neuen Album neue Wege beschreiten - Hardcore wie in "harte Schale, weicher Kern".

7.) Maximo Park - Too Much Information
Sie waren die Band der Stunde vor zehn Jahren und erinnern uns daran, wie schnell Trends kommen und gehen können. Die New Wave of British New Wave schenkte uns Bands wie Franz Ferdinand, Bloc Party und eben Maximo Park. Aber auf Album Nummer vier ("The National Health") machten sich
Ausfallerscheinungen breit (nachdem "Quicken the Heart" auch schon schwächere Momente hatte). Album Nummer fünf ging an mir vorbei, und die Dringlichkeit von Hitsingles wie "Our Velocity" scheint das, was ich gehört habe, auch nicht mehr zu besitzen. Vielleicht sollte man es einfach dabei belassen. Aber ich möchte ein Ohr riskieren.

6.) The Rural Alberta Advantage - Mended With Gold
Wäre mein Flieger nicht ein paar Tage zu früh gegangen, hätte ich sie in einem intimen Club sehen können. Die Indie-Rockband aus Toronto hat es sich mit ihren Alben "Hometowns" und "Departing" in meinem Plattenschrank bequem gemacht. Der folk- und americana-infizierte Sound des Trios klingt nach Wehmut, langen Straßen, endlosen Fahrten und echten Gefühlen. Songs wie "Terrified" lassen einen mit einem Gefühl zurück, das das englische Wort eerie wohl am besten beschreibt. Download geht hier nicht. Diese Musik verlangt das kratzig-warme Vinyl-Feeling. Dann erst entfalten The Rural Alberta ihre ganze wohltuende Wirkung.

5.) Cloud Nothings - Here and Nowhere Else
Manchmal versteh ich es einfach nicht. 2012 waren die Cloud Nothings mit "Attack on Memory" noch auf Platz 2 meiner Jahres-Top-Ten. Dieses Jahr hat mich das halbstündige Nachfolgewerk "Here And Nowhere Else" auf den ersten Höreindruck nicht so von den Socken gehauen, dafür ist es mit ein paar Hördurchläufen aber noch kräftig gewachsen. Es bleibt dabei: Die Cloud Nothings sind meine neuen Thermals. Und Dylan Baldi der sympathische Schraddelmeister mit einer charakteristischen Stimme und den schluffigsten Gitarrenriffs.

4). Mad Caddies - Dirty Rice
Als Fan der eher punkrockig angehauchten Stücke der Mad Caddies hab ich mir bereits mit "Keep It Going" und den relaxteren Stücken darauf schwer getan. Oberflächlicher Höreindruck bei Dirty Rice dann: Och. Muss nicht sein. Nur kam dann das Konzert in Lindau. Und da funktionierte das eben prächtig. "Oha, Dangerous - ein Michael-Jackson-Cover?" Nein, ein eigener Song - und neben Stücken wie "Shoot Out The Lights" gibt's ja dann wenigstens auch noch einige wenige schnellere Sachen wie "Bring It Down". Passt schon. Wir werden alle älter.

3.) Antemasque - Antemasque
Als ein Musik-Insider (gibt's!) mir die Platte empfahl, zögerte ich zu lange. Klar, in der Indie-Disco kann man "One Armed Scissor" von At The Drive In mitsingen, und The Mars Volta kennt man auch irgendwie. Aber oberste Prio hatte das nie. Jetzt hab ich sie endlich auch gehört und muss sagen: Ja. Was diese beiden Herren da veranstalten, trifft meinen Geschmack ziemlich exakt. Die sehr offensichtlichen Led-Zeppelin-Vibes in "Drown All Your Witches", das Hit-Potenzial von "Hanging In The Lurch" - kein Wunder, dass Antemasque in den Bestenlisten überall weit vorn mitmischen.

2.) Se Delan - The Fall
Über eine News, die ich für finestvinyl geschrieben habe, bin ich auf das Seitenprojekt von Justin Greaves (Crippled Black Phoenix) gestoßen. Gemeinsam mit Belinda Kordic hat der Kreativkopf diese dräuende Platte aufgenommen, die mit ihren Pianoklängen und dem langsamen Tempo perfekt in den Herbst und den Winter passt. Da denkt man, passiert eigentlich gar nicht viel, aber man kann sich nicht satthören an den Songs, man fühlt sich an die 90er erinnert, an gothische Nächte, an schwarze Kerzen - und das kann ja nicht unbedingt ein Fehler sein.

1.) The Menzingers - Rented World
Was ist das immer mit den Mezingers? Ihr Album "On The Impossible Past" verpasste ich erst, dann wuchs es umso mehr in meine Ohren und Hirnwindungen hinein. Beim Pirate Satellite Festival in Stuttgart waren The Menzingers, dieses amerikanische Punkrock-Glücksquartett, dieses Jahr mein Highlight. Und dann servieren sie uns auch noch so feine Hymnen wie "I Don't Wanna Be An Asshole Anymore". Auch wenn die Klasse des Vorgängers nicht ganz erreicht wird: Das Album lohnt sich, weil es eben The Menzingers sind.

Jedes Jahr kommen welche zu kurz: So sah die Liste 2013, 2012 und 2011 aus. 

Eine Spotify-Playlist mit Songs von diesen zehn Alben findet Ihr an dieser Stelle

Dienstag, 23. Dezember 2014

Hörtest: Stumfol - Pareto

Punkrocker, die Akustik-Gitarren zupfen: ein inzwischen inflationär bewohntes Genre. Stumfol gehört zu denen, die es können. Sein neues Album zeigt, wie klug, ehrlich und musikalisch das klingen kann. 

Erstmal stilistisch gesprochen: Irgendwo zwischen Chuck Ragan, Bruce Springsteen und Tom Petty hat es sich Christian Stumfol bequem gemacht - und sitzt da ziemlich gut. Es ist die Kombination aus griffigen Gitarrenakkorden und dieser charakteristischen Stimme, die den jungen Musiker unverwechselbar machen. Schon im Opener "Smarter" zeigt Stumfol, dass er live durchaus auch mal aufs Mikro verzichten kann - was für eine Stimmgewalt.

Die Songtexte auf "Pareto" wirken sehr persönlich. So handelt "Worth Waiting" von dem Moment, wenn man nach einer Woche voller Arbeit endlich die in einer anderen Stadt lebende Frau des Herzens in die Arme schließen kann. Hipster-Ironie oder gar Zynismus sucht man in den Lyrics vergebens, der 27-Jährige scheut sich nicht davor, einen Song "Where the heart is" zu nennen. 

Beachtlich an "Pareto" ist das Band-Feeling. Während Stumfol live mit einer Akustikgitarre auskommt und das im Konzert-Kontext auch funktioniert, ist es trotzdem eine Pracht, die Songs im vollen Band-Gewand zu hören. So wie das ähnlich gelagerten Künstlern wie Dave Hause ja auch ist. Dass das Album größtenteils live eingespielt wurde, tut den Songs gut, Kontrabass, Banjo und Mundharmonika fallen sich in die Arme und machen dieses bemerkenswerte Album aus. Klar, auch auf früheren Alben war Stumfol schon richtig gut, ob solo oder als er noch mit "Clap Your Hands Twice" Punkrock gemacht hat. Trotzdem bleibt der Eindruck, dass "Pareto" die Singer/Songwriter-Künste des von der Alb kommenden Musikers auf ein neues Level hebt. Die Kurzgeschichten, die Stumfol uns hier mit lässiger, aber auch emotionaler Stimme erzählt, gefallen mit eigenem Stil. Klar, es gibt viele, die aus dem Punk kommen und sich die Westerngitarre umschnallen. Und längst nicht bei jedem geht es gut. Stumfol allerdings - ja, Stumfol ist da ganz weit vorne. 

"Pareto" von Stumfol ist am 28. November erschienen. Hier noch ein Clip zu "Where The Heart is". 

Montag, 22. Dezember 2014

Video: Kraftklub - Schüsse in die Luft



Kraftklub haben ein Video zu "Schüsse in die Luft" veröffentlicht. Ohne große Vorankündigung ging der Clip am Montagabend online. Ein perfekter Clip, dem man nicht aussieht, wie aufwändig er vermutlich gemacht ist. Die Zutaten: Ein langer Tunnel in Chemnitz, Farin Urlaub im Rahmen, ein Fernseher, eine Couch und den Rest will ich nicht spoilern. Ach doch: Felix und seine unnachahmlichen Dancemoves. Herrlich. Der Song stammt vom diesjährigen Album "In Schwarz", mit dem die Chemnitzer bewiesen haben, dass sie gekommen sind, um zu bleiben. Ich freu mich auf Platte Nummer 3!

Samstag, 20. Dezember 2014

Video: CJ Ramone - Won't Stop Swinging



Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, heißt es. CJ Ramone liefert mit seinem Soloalbum "Last Chance To Dance" dieses Jahr aber den Beweis, dass er ein würdiger Nachlassverwalter des Punksounds aus New York ist. Mit  Steve Soto und Dan Root von den Adolescents und Social Distortion-Drummer David Hidalgo Jr. hat er ein Album aufgenommen, das Fans freudig in die Arme schließen können. Der Clip "Won't Stop Swinging" dokumentiert das schön. Es gibt übrigens auch ne coole 7'', zu der ich eine News für finestvinyl.de verfasst habe.

Dienstag, 16. Dezember 2014

Modest Mouse streamen neue Single "Lampshades"

Modest Mouse bringen ein neues Album raus - und die erste Single gibt's schon im Stream zu hören. Das sind doch gute News. "Strangers To Ourselves" erscheint am 3. März. Den Song "Lampshades" kann man schon bei Consequence of Sound hören. Das klingt nach einer Platte, die man haben muss. "We were dead before the ship even sank" war genial, auch die Alben zuvor gelten zurecht als Klassiker des Indierock. Das Plattencover seht ihr rechts, das Artwork zur Single, wenn ihr dem Link zum Song folgt.

Montag, 15. Dezember 2014

Make Do And Mend: Titelsong des neuen Albums "Don't Be Long" im Netz



Make Do And Mend haben den Titelsong ihres neuen Albums "Don't Be Long" online gestellt. Das dritte Studioalbum der amerikanischen Hardcore-Schroter erscheint am 24. Februar. Der Song klingt, als sollte ich mir das nicht entgehen lassen. Gute Band.

Sonntag, 14. Dezember 2014

My Sharona: Ein Klassiker und seine Cover

Gestern lief auf Arte eine sehr coole Doku namens "Girls in Popsongs" (leider nicht in deren Mediathek zu finden). Es ging um die Geschichten hinter Liedern wie "Suzanne" von Leonard Cohen oder "Walk on the Wildside" von Lou Reed. Es ging um die realen Personen, die als Muse oder als Songvorlage dienten.

Dabei fiel mir mal wieder der Song "My Sharona" von The Knack auf. Das krachende Schlagzeug und die abgehackten Basslinien kamen mir doch sehr vertraut vor und ich rätsel momentan noch, welche Stücke sich alle von dem Song aus dem Jahr 1979 haben inspirieren lassen. Denn diese Rhythmik und die Art, die Riffs rauszuhauen, ist ja schon beliebt.

Mir war klar, dass es es auch etliche Coverversionen gibt. Aber ein Blick darauf, wer den Song alles neu interpretiert hat (bzw. sich eng ans Original hält), ist trotzdem sehr interessant.

Da sind zum Beispiel Nirvana, die selbst einem so oft gehörten Stück einen eigenen Stempel aufdrücken können:



Oder Hammerfall, die schwedischen True-Metaller, die eigentlich auch eine ganz gute Figur abgeben.



Überhaupt scheint der Song in Metal-Kreisen beliebt zu sein, wie diese Coverversion der deutschen Thrash-Metal-Größe Destruction zeigt:


 Kein Wunder, es gibt gute Riffs, was zu solieren und der Song an sich ist ein Klassiker.
Aber auch im Ska-Gewand gibt's den Song zu bewundern:



Komplett verspult der Ansatz, den The Dandy Warhols gewählt haben:


 Und hier nochmal das Original:

Samstag, 13. Dezember 2014

Foxygen live beim Pitchfork Festival



Diese Woche war ziemlich viel los, drum gab's hier keine großen Posts. Aber wie wär's denn mit diesem Live-Set von Foxygen? Das aktuelle Album muss ich noch auftreiben, aber das vorige fand ich klasse.

Montag, 8. Dezember 2014

Konzertkritik: Mad Caddies in Lindau

Mit den Mad Caddies hat alles angefangen - zumindest, wenn es um meine ersten Konzertberichte für die Schwäbische Zeitung bzw. die Lindauer Zeitung geht. Vor ziemlich genau zehn Jahren hab ich schon über einen Auftritt der Ska-Punkrocker im Club Vaudeville geschrieben (zum Artikel hier entlang).

Jetzt waren die Musiker mal wieder zu Gast in Lindau und ich mittendrin. Was diesmal passiert ist - per Klick aufs Bild könnt Ihr den Artikel lesen, der heute in der Lindauer Zeitung erschienen ist.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Video: OFF! - Over Our Heads



Oh mann. Ich hab die letzte "OFF!" echt verpasst. Als "Wasted Years" dieses Jahr rauskam, hatte ich gerade kein so großes Bedürfnis nach Hardcore. Aber immer wenn dann die Videoclips über einen hereinbrechen, denkt man sich: Sollte wohl doch noch in die Plattentasche. Im Kurzfilm "Over Our Heads" ist wieder Jack Black mit von der Partie, es geht um einen Fallschirmsprung und Drogenverherrlichung kann man dem Video beim besten Willen nicht vorwerfen. Der zweite Teil der Story, die erzählt wird, ist für nächste Woche angekündigt.

Dienstag, 2. Dezember 2014

Title Fight: Neues Album "Hyperview" kommt Ende Januar

Title Fight sind keine durchschnittliche Hardcore-Band. Vor allem, wenn man den Begriff Hardcore eher mit prolligem Gebolze in Verbindung bringt. Aber nicht erst seit La Dispute wissen wir, dass Hardcore viele Facetten hat. Ein paar neue werden Title Fight dem Genre am 30. Januar hinzufügen. Dann erscheint ihr neues Album "Hyperview". Das erste Video zum Song "Chlorine" gibt's schon online bei Muzu zu bestaunen. Ein skurriler Clip voller Traumsymbolik und seltsamer Bilder.

Für ihr neues Album haben sich Basser/Sänger Ned Russin, Jamie Rhoden (Gitarre,Gesang), Shane Moran (Gitarre) und Drummer Ben Russin im Studio 4 in Conshohocken, Pennsylvania, eingemietet. Produzent Will Yip war wie bereits bei den Vorgängerscheiben mit dabei. Ned Russin sagt über das Album, das einen deutlichen Stilwechsel mit sich bringt: "We were looking at bands like maybe Dinosaur Jr. and the Beach Boys. We were looking at the moment where they found something that had never been done before and was now being done well. We were just chasing that energy.”"

Hier die Track List:
1. Murder Your Memory
2. Chlorine
3. Hypernight
4. Mrahc
5. Your Pain Is Mine Now
6. Rose of Sharon
7. Trace Me Onto You
8. Liar's Love
9. Dizzy
10. New Vision