Montag, 31. März 2014

KMPFSPRT kommen auf Tour



Alles wird gut. KMPFSPRT kommen auf Tour. Die Kölner sind schon in wenigen Tagen für Konzerte unterwegs. Dabei treten sie als Support von Saves The Day auf. Und auch das Open Flair, Serengeti oder Wilwarin Festival und ein paar weitere Clubshows stehen an. "Jugend mutiert", das Debütalbum der Band, gefiel mit seinem heiseren Gesang und den bratzigen Gitarren. Oben gibt's allerdings trotzdem den Song "Wie Du bist schon fertig? Wir fangen gerade erst an!" im Video. War der erste, den ich von der Band kannte.

Hier die Daten:
KMPFSPRT - live
* mit SAVES THE DAY
04.04. DE – Trier - VillaWuller
22.04. DE - Dortmund – FZW *
23.04. DE - Köln – Underground *
25.04. DE - Berlin - Bi Nuu *
27.04. DE - Wiesbaden – Schlachthof *
28.04. DE - München – Orangehouse *
10.05. DE - Potsdam - Rock im Caputh
16.05. DE – Hof - Alter Bahnhof
31.05. DE - Straelen - Komm na Huus Festival
07.06. DE - Ellerdorf - Wilwarin Festival
12.07. DE - Schwann - Happiness Festival
08.08. DE - Eschwege - Open Flair Festival
09.08. DE - Nürnberg - Der Hirsch
15.08. DE – Moers - Freefall Festival
16.08. DE – Nonrod – Nonstock Festival
17.08. DE - Schloss Holte Stukenbrock - Serengeti Festival
23.08. DE - Herne - KAZ Open Air
06.09. DE - Afdreiht Un Buten Festival

Sonntag, 30. März 2014

Real Estate spielen neues Album "Atlas" bei NPR



Habt Ihr schön das neue Album von Real Estate gehört? Nein? Jetzt könnt Ihr es nicht nur hören, sondern auch sehen. Die Band aus New Jersey spielt "Atlas" am Stück bei NPR. Genau das richtige für diesen Sonntag, der sich noch nicht zwischen Sonne und Zeitumstellungs-Jetlag entscheiden kann.

Samstag, 29. März 2014

Video: The Flatliners - Birds of England



Bärtige Holzfäller-Typ-Männer, eine Hütte im Wald, schnörkelloser Punkrock: Das neue Video der Flatliners hat alles. Der Song "Birds of England" stammt vom Album "Dead Language" der Kanadier. For my love of music - blame Canada!

Donnerstag, 27. März 2014

Apologies I Have None: Neue EP kommt im Mai



Apologies I Have None stehen bei mir extrem hoch im Kurs. Ihr Debütalbum "London" war eine Offenbarung, die es sogar in meine Jahrestopliste geschafft hat. Am 9. Mai kommt die neue EP "Black Everything". Und die ist überraschend düster geworden, wie der Name schon andeutet. Bis die Miniplatte erscheint, muss uns nochmal der große Song "Long gone" taugen. Passt.

Mittwoch, 26. März 2014

Greetings from Flashbackville: Barenaked Ladies



Ich gehöre zu denen, die Steven Page als Sänger der Barenaked Ladies schmerzlich vermissen. Und phasenweise lege ich einfach alle Platten wieder auf, die ich im Regal hab. Was bin ich froh, dass ich die Band 2004 noch live gesehen hab mit Steven Page am Mikro. Jetzt erstmal das Soloalbum bestellt. Der Mann ist ein unterschätztes Musikgenie. Aber guckt Euch einfach das Video an. Dann wisst Ihr, was ich meine. Bald muss der Galerie der Klassiker hier mal erweitert werden. Ganz sicher um die Barenaked Ladies.

Montag, 24. März 2014

Wolfmother gibt's doch wieder - mit neuem Album "New Crown"

Was ist da los? Kürzlich hatte Andrew Stockdale noch verkündet, dass Wolfmother Geschichte sind und er solo weitermacht - nun hat der Lockenkopf das neue Album der Retrorock-Kapelle ohne große Vorankündigung via Bandcamp raus (als Stream und Download). Es hört auf den Namen "New Crown" und schert sich einen Scheiß um eine geschniegelte Produktion. Wie der Rolling Stone berichtet, sind neben Stockdale, der ja immer schon der Kreativkopf der Band war, Basser/Keyboarder Ian Peres und Drummer Drummer Vin Steele an Bord. Die beiden waren auch schon am vermeintlichen Soloalbum "Keep Moving" beteiligt, das zwar auch nach Wolfmother klang, aber von Stockdale bewusst nicht mehr unter diesem Namen veröffentlicht wurde. Runterladen kann man die neue Platte für sieben Dollar Mindestbeitrag. Unklar ist, ob es das Album auch auf Tonträger geben wird.


Cloud Nothings streamen "Here and Nowhere Else" via NPR



Das nennt man wohl Telepathie oder Vorahnung oder so: Gestern blogge ich noch den Auftritt von Cloud Nothings bei KEXP, heute streamt das neue Album "Here And Nowhere Else" bei NPR. Das wird dann wohl der Soundtrack des Abends, wenn die Arbeit für heute vollbracht ist. Oben seht Ihr übrigens den Auftritt der Band beim Coachella letztes Jahr.

Sonntag, 23. März 2014

Cloud Nothingsbei KEXP



Da klingen sie fast wie The Thermals am Anfang, als die ersten schraddeligen Riffs von "Stay Useless" aus den Boxen poltern. Und das Beste: Am nächsten Freitag kommt die neue Platte von den Cloud Nothings. "Here And Nowhere Else". Der Vorgänger, "Attack on Memory", schaffte es auf Platz zwei meiner 2012er-Jahrestopliste. Bis wir die neue Platte in Händen halten, erfreuen wir uns einfach an diesem schon älteren Auftritt bei KEXP.

Samstag, 22. März 2014

SZene-Hörtest: La Dispute - Rooms of the House (+ Verlosung)

Jemand ein Exemplar der neuen Platte "Rooms of the House" von La Dispute gefällig? Die Schwäbische Zeitung verlost zwei davon. Gestern ist das neue Album der Ausnahmeband aus Michigan erschienen. Heute gibt's den Artikel von mir dazu. In der Wochenendbeilage der Schwäbischen erschienen.

Freitag, 21. März 2014

Chuck Ragan kommentiert sein neues Album via Spotify



Ich hab's ja nicht so mit Spotify und Streams generell. Schade, denn dadurch verpasse ich wohl die Playlist, die Chuck Ragan erstellt hat: Er kommentiert die Songs seines neuen Albums "Til Midnight", das heute offiziell erschienen ist. Eine Plattenkritik folgt hier noch in Kürze.

Dass das Album richtig gut geworden ist, hat sich aber ja wohl schon rumgesprochen. Daran ist auch Chuck Ragans Band nicht unschuldig. Verstärkung kommt von Gitarrist Todd Beene  (Lucero), Drummer David Hidalgo Jr. (Social Distortion), seinen Stamm-Musikern Jon Gaunt (Geige) und Joe Ginsberg (Kontrabass), zudem sind als Gastsänger Dave Hause, Jon Snodgrass und Chad Price (Drag the River), Ben Nichols (Lucero) und Jenny O. dabei sowie Keyboarder Rami Jaffee (The Wallflowers). Und dass Ragan alle in sein Haus in Kalifornien eingeladen hat - tja, gute Entscheidung. Produziert wurde das Album übrigens von Christopher Thorn (Gitarrist bei Blind Melon und Awolnation). Mehr über "Til Midnight" in Kürze. 

Donnerstag, 20. März 2014

El Jefe, you will be missed.

El Jefe: Kunst, die vermisst werden wird. Foto: TA
El Jefe hört auf. "We have done the impossible and that makes us mighty." Mit diesem Zitat von Captain Mal Reynolds, dem arschcoolen Raumschiffkommandeur der besten Serie aller Zeiten "Firefly" (auch wenn Breaking Bad bei mir gerade auch extrem hoch im Kurs steht), beginnt ein Abschieds-Statement des Künstlers Jeffrey Everett auf Facebook (siehe unten). Dass er einen guten Geschmack hat, sieht man nicht nur an der Wahl dieses Zitats, sondern auch an seiner Arbeit. Er sei dabei, den Laden dicht zu machen, die Internetseite zu schließen und sich von allen zu verabschieden, die ihn unterstützt haben. Der Mann, der unter dem Naeine eigene Sparte in seinem Shop. Für ein besonderes Poster, das als Benefiz-Projekt für Opfer des Hurrikans Sandy diente, zahlt man schon mal bis zu 750 Dollar.
men "El Jefe" bekannt ist, hat seit 2005 beeindruckende Artworks, vor allem Poster, für Dutzende Bands kreiert. In den vergangenen Jahren haben ihn vor allem auch Fans von Bands wie The Gaslight Anthem, Chuck Ragan oder Title Fight schätzen gelernt. The Gaslight Anthem haben sogar

Nun also der Abschied. Allerdings kein kompletter. Unter dem Firmennamen "Rockets are Red" will El Jefe weitermachen. Er will nicht darauf reduziert werden, ein "poster dude" zu sein. Mit dieser Firma möchte der Mann, dessen Werke Clubs, Galerien und Wohnzimmer zieren, Apps, Illustrationen und vieles mehr machen. Dann schreibt er auch, er brauche eine Pause und müsse lernen, diese Arbeit wieder zu lieben.

El Jefe, danke für die Kunst, die Du uns gegeben hast. Und scheiße, bin ich froh, dass ich vergangenes Jahr auf die Preise gepfiffen und mir ein paar Poster bestellt habe.

Mittwoch, 19. März 2014

Chuck Ragans neue Platte streamt beim Rolling Stone

With a little help from his friends: Chuck Ragan und Co.
Foto: Uncle M
Am Freitag erscheint das neue Album von Chuck Ragan. Eine ausführliche Besprechung folgt noch hier aufm Blog. aber zuerst: Die Platte streamt in voller Länge beim Rolling Stone. Heißt nicht, dass man "Til Midnight" nicht kaufen sollte. Aber schon mal reinhören schadet nicht. Mr. Ragan hat sich selbst übertroffen. With a little help from his friends.

Dienstag, 18. März 2014

Versus You mit Hawthorne Heights auf Tour



Versus You sind übrigens keine Cover-Band von Against Me!, auch wenn man das beim Bandnamen denken könnte. Versus You machen melodischen Punkrock, wie ihn auch MxPx zelebrieren. Jetzt kommen die Luxemburger als Vorband von Hawthorne Heights auf Tour. In einer Pressenotiz des Indielabels Flix Records heißt es dazu: "Die US-Post-Hardcore Band feiert das 10jährige Jubiläum ihres Albums "The Silence In Black And White", während Versus You mit ihrem aktuellen Album "Moving On" unterwegs sind. Seit einem Monat befindet sich die Band mit ihrem Flix Records Debüt im Heimatland Luxemburg auch in den Top-10 Charts."

Das Video zur ersten Single-Auskopplung "Be Better Than Me" seht Ihr oben.

Hier die Daten:
23.04.2014 Köln, MTC
24.04.2014 Berlin, Magnet
25.04.2014 Stuttgart, Club Zwölfzehn
01.05.2014 München, Backstage
06.05.2014 Hamburg, Logo

"Moving On" von Versus You kann hier bestellt werden:
http://flixrecords.merchcowboy.com

Montag, 17. März 2014

Time flies: Tinnitus Attacks feiert 3. Geburtstag

Wie in einem Blues Song: Woke up this morning...und mir fiel ein, dass der St. Patricks Day den Geburtstag von Tinnitus Attacks markiert. Vor drei Jahren ging dieses Blog auf Sendung. Alles fing mit der Plattenkritik von "Going Out in Style" der Dropkick Murphys an. Seither sind 1095 Tage ins Land gezogen, über 1000 Blogbeiträge hab ich veröffentlicht, Rezensionen, Konzertbesprechungen, Interviews alles schön in den Schubladen zum Nachlesen sortiert.

Danke für alle, die dieses Blog unterstützen. Labels, Promotion-Agenturen, Bands - es ist gut, immer wieder mit neuer Musik konfrontiert zu werden. Manches hätte ich sonst vielleicht auch nie kennengelernt. Es kommt so viel Neues raus, und auch wenn natürlich generell viel Schrott die gängigen Kanäle überflutet: Gute Musik gibt es nach wie vor. Tinnitus Attacks will ihr ein Zuhause bieten. Wer hier herkommt, soll sicher sein vor Lady Gagas und Skandalsternchen, die ihre Zunge verrenken. Vor möchtegernbösem Gangsterrap, schnulzigen Schlagerschmonzetten und dem ganzen anderen Blödsinn, der da draußen rumwabert. 

Und da wir es gestern davon hatten: The Hold Steady dürfen auch zu meinem (also Blog-)Geburtstag nicht fehlen. Ein schöner Auftritt im "CD102.5 Big Room":

Sonntag, 16. März 2014

The Hold Steady streamen "Teeth Dreams"



The Hold Steady sind, das kann ich so sagen, eine der fünf Bands, die mir am allerwichtigsten sind. Ich weiß, sowas sagt man immer schnell. Und es gibt so viele Bands, und ständig Toplisten und Trends. Aber mit The Hold Steady ist es anders. Kein Song, der nicht zu mir spricht. Dann diese Rock-Kante, aber auch das Nerdige. Das neue Album "Teeth Dreams" stream jetzt beim Musikexpress in voller Länge. Was natürlich kein Grund ist, sich das Album dann nicht als Vinyl in den Schrank zu stellen.

Den Song "Spinner" haben sie letztens übrigens in der Late Night Show mit Seth Meyers auf NBC gespielt. Siehe oben.

Samstag, 15. März 2014

Video: Against Me! - Black Me Out



Against Me! haben ein Video zu "Black Me Out" veröffentlicht. Beim NME kann man den Clip sehen. Das Stück stammt vom neuen Album "Transgender Dysphoria Blues", mancher kennt vielleicht schon die Unplugged-Version, die Laura Jane Grace bereits vor dem Album-Release hier und da gespielt hat.

Mittwoch, 12. März 2014

SZene-Hörtest: Elbow - The Take Off and Landing Of Everything

Eine Platte sei Euch dieser Tage besonders ans musikalische Herz gelegt. Die neue Elbow. Mehr zu sagen, wäre spoilern. Lest lieber meinen Artikel, der am Dienstag auf der SZene-Seite der Schwäbischen Zeitung erschienen ist. Da steht alles drin, was ich zu dem Thema zu sagen habe.

Dienstag, 11. März 2014

La Dispute streamen "Rooms of the House"

Da hielt er gerade kurz still.             Foto: Daniel Drescher
Und es geht weiter mit Hardcore, der nix mit prolligem Hardcore zu tun hat. La Dispute streamen ihr neues Album. Beim Vice-Musikmagazin Noisey kann man "Rooms of the House" in voller Länge hören. Der Nachfolger zum hochgelobten "Wildlife" erscheint am 21. März.

Es war übrigens sehr schwer, Justin Dreyer in Zürich beim Konzert damals zu fotografieren. Das Objektiv kam nicht hinterher, weil der Mann wie ein Flummi über die Bühne hopste. Dafür waren die Songs spitze.

Montag, 10. März 2014

Title Fight: Nur live zu begreifen



Title Fight könne man nur dann richtig begreifen, wenn man sie live gesehen hat, postet SideOneDummy auf Facebook. Und empfiehlt eine Playlist mit wichtigen Live-Auftritten der Band aus Kingston, Pennsylvania. Abgesehen davon, dass ich diese Aussage für die meisten Bands gültig finde: Ja, live sind Title Fight eine Wucht. So gesehen etwa im September 2012 (hossa, so lange schon wieder her?), als ich sie mit La Dispute und Make Do And Mend (sowie Into It. Over It) im Abarth in Zürich gesehen hab.

Samstag, 8. März 2014

SZene-Hörtest: John Baizley, Nate Hall, Mike Scheidt - Songs of Townes Van Zandt Vol. II

Gestern wäre Townes Van Zandt 70 Jahre alt geworden. Heute ist meine Plattenkritik in der Schwäbischen Zeitung erschienen, die sich mit einer außergewöhnlichen Tribute-Reihe beschäftigt. Schon die erste Ausgabe der "Songs of Townes Van Zandt" fand ich äußerst gelungen. Und auch die zweite Platte, auf der sich nun John Baizley (Baroness), Mike Scheidt (Yob) und Nate Hall (US Christmas) den Liedern des tragischen Countrybarden widmen, überzeugt auf voller Linie. Mehr in meinem Text. Per Klick aufs Bild könnt Ihr die Rezi lesen. Einfach in neuem Tab öffnen, dann könnt Ihr den Text entziffern.

Donnerstag, 6. März 2014

Hörtest: Reubens Accomplice - Sons of Men

Besser leben mit Musik: Bräuchte diese Platte einen Werbeslogan, käme vielleicht keiner mehr in Frage als dieser hier. Reubens Accomplice heben den Hörer empor, lassen ihn majestätisch, aber unprätentiös auf Wolken schweben. Und dafür brauchen sie weder Bombast noch Pathos. Ihr Album "Sons of Men" beschert dem geneigten Hörer Glücksmomente in einer Welt, in der man immer wieder erstaunt ist, dass es solche Musik überhaupt gibt. 

Frederic Klemm macht's richtig: Auf seinem Label Arctic Rodeo Recordings veröffentlicht er Platten, die ihn umhauen. Die ihn überzeugen. Dass der Mann da ein Händchen für gute Musik hat, das hat er in den vergangenen Jahren immer wieder bewiesen - ob mit Adam Rubenstein oder Kevin Devine. Seit Beginn des Jahres liegt nun "Sons of Men" vor, das neue Album der amerikanischen Band Reubens Accomplice. Und wieder: Volltreffer. 

In einer Welt, in der übersexualisierte Hupfdohlen, zu Tode gestylte Retortenbands und großkotzige Raprüpel zu Reichtum bringen, ist es umso wichtiger, dass kleine Labels sich nicht vom Profit, sondern von der Qualität leiten lassen. Genau diesen Eindruck hat man auch hier wieder. Reubens Accomplice versammeln auf "Sons of Men" Klänge, die sich nicht mit irgendeinem Etikett schubladisieren lassen. Mir kamen die folkigen Momente von Beck in den Sinn, als sich "Field Science" ins Bild schob. Dann rockt plötzlich eine verzerrte Gitarre ins Bild, der Bass singt sein eigenes Lied, die Glöckchen klingen ("This Desert"). Oder dieses organisierte Chaos bei "I Love You (But I'm Tired)", wo sich fast schon außerirdische Klänge mit einem Klavier verbünden. Illustre Gästenamen wie Jon Rauhouse (Calexico) zieren die Platte.

Beachtlich auch das Mini-Orchester, das immer wieder für Akzente sorgt. Streicher machen "I'm Leaving" zu einer tränenreichen Nummer, im nächsten Moment türmen sie sich in "The Losing Curse" zu einem großen Monster auf, während das Theremin (ist es ein Theremin? Klingt jedenfalls so) dazu jault. Auch in der zweiten Plattenhälfte wird es nicht schwächer. "Women" mit seiner wechselhaften Stimmung. Der Titelsong mit seinen Wendungen und wie er im Nichts verschwindet. Manchmal fühlt man sich an frühe Phantom Planet erinnert. Aber auch das greift letzten Endes zu Kurz. Denn Jeff Bufano, Chris Corak, John O'Reilly Jr. und Ryan Kennedy schreiben ihre eigene Geschichte, und man tut sich schwer, sie referenziell irgendwo zu verorten.

Dass sie schon mit Bands wie Jimmy Eat World oder den güldenen The Weakerthans auf Tour waren, spricht allerdings für sich. Wer die Schönheit von diesen Bands schätzt, dürfte auch bei Reubens Accomplice weich gebettet sein. 

"Sons of Men" von Reubens Accomplice ist am 24. Januar bei Arctic Rodeo Recordings erschienen. Mehr unter www.reubensaccomplice.com. Hier gibt's noch das Video zu "I Love You, But I'm Tired". 

Mittwoch, 5. März 2014

SZene-Hörtest: Beck - Morning Phase

Das Schöne, wenn man viele Lieblingsmusiker hat: Es gibt keine langweiligen Jahre mehr. Die Zeiten, in denen man dem einen Album der einen hochgeschätzten Band entgegenfiebert, sind bei mir lange vorbei. Je mehr Bands sich im Plattenschrank Seite an Seite tummeln, desto mehr hat man, auf das man sich freuen kann.

Beck zum Beispiel. Endlich ein neues Album. Mein Loblied auf den kauzigen Songwriter hab ich ja schon in der Ankündigung von "Morning Phase" gesungen. Jetzt weiß ich auch, dass ich nicht zu früh gejubelt habe.

Die Plattenkritik dazu ist am Dienstag, 4. März, auf der SZene-Seite der Schwäbischen Zeitung erschienen. Per Klick aufs Bild könnt Ihr die Geschichte lesen. Einfach in neuem Fenster öffnen und scrollen - Auflösung passt.

Dienstag, 4. März 2014

Chuck Ragan bei den Cardinal Sessions



Nur noch 17 Tage, dann kommt das neue Album "Til Midnight" von Chuck Ragan. Einen neuen Song namens "Bedroll Lullaby" hat der Hot Water Music-Fronter jetzt bei den Cardinal Sessions gespielt. Mit massiver Unterstützung seiner Musik-Buddies, die ihn auch auf "Live At Skaters Palace" begleitet haben. Wenn Ihr auf Youtube in die Video-Beschreibung schaut, gibt's da übrigens die Links zu einigen weiteren Sessions, die Chuck für den Kanal gespielt hat.

Montag, 3. März 2014

The Sensitives sind auf Tour



Nicht schlecht: In elf Songtiteln dreimal das schöne Wörtchen "Fuck" unterbringen. Die Rede ist von The Sensitives, dem Punkrock-Dreigestirn aus Falun, Schweden. Aktuell sind die Schweden auf Tour in unseren Breitengraden unterwegs. Im Gepäck: Das Album "Boredom Fighters", das vergangenes Jahr das Licht der Welt erblickte. Seit The Sensitives vor drei Jahren begonnen haben, ihren simplen, aber eingängigen Punkrock zu spielen, haben sie sich konstant eine Fanbasis ausbauen können. Auch die einschlägigen Szeneorgane sind den dreien gewogen.

"Boredom Fighters" versammelt dabei Songs, die schon auf Platte beweisen, dass man live auf eine lustige Pogoparty hoffen darf. "Kid's Gonna Be A Misfit" etwa mit seinem schnellen Riff und den positiven Vibes. Manchmal mit Off-Beat ("How the fuck"), mal im Spazier-Rhythmus ("Old Fashioned Fuck Off"). Gitarre, Bass, Schlagzeug - eine klassische Kombi, die auf dem zweiten Full-Length-Album von einem engagierten Powertrio souverän vorgetragen wird.

Die Live-Termine:
4. März: Carpe Diem – Hasselt, BE
5. März: Kulturbrücken – Mannheim, DE
6. März: Haifischbar – Wiesbaden, DE
7. März: Alter Bahnhof – Hof, DE
8. März: Das Bach – Vienna, AT
9. März: Sub – Graz, AT
11. März: Plan B Hardcore Cafe – Ostrava, CZ
12. März: Lykend Club – Wroclaw, PL
13. März: Cortina Bob – Berlin, DE
14. März: Die Villa – Leipzig, DE
15. März: Ballonfabrik – Augsburg, DE
18. März: Pocca Circus - Hamburg, DE

Ein Video-Interview hat die Band Tinnitus Attacks vor zwei Jahren gegeben. Nochmal einen Blick drauf werfen? Hier entlang bitte.
Mehr Infos: www.TheSensitives.net und natürlich auch auf Facebook: www.facebook.com/TheSensitives

Sonntag, 2. März 2014

Danke, Pascow: für diese Platte und den Textwettbewerb

So Herrschaften, nach zwei Wochen krankheitsbedingter Blogpause geht's endlich wieder los.

Und wir starten mit einem großen Knall. Denn am Freitag haben Pascow ihre neue Platte "Diene der Party" veröffentlicht. Schon seit Wochen rotierte die Promo-CD bei mir, und zwar fast nonstop. Die Platte ist das Beste, was man seit Langem an deutschsprachigen Punk zu hören bekommen hat. Ganz im Ernst. Das liegt zwar zum einen an der Musik, aber vor allem auch an den Texten. Die sind bissig, klug und sehr einprägsam. Einen ausführlichen Artikel dazu hab ich am Samstag in der Wochenendbeilage der Schwäbischen Zeitung veröffentlicht.

Und jetzt noch was in eigener Sache. Pascow haben ja vergangenes Jahr einen Textwettbewerb gestartet. Der Deluxe-Version liegt ein Buch mit Texten zu den jeweiligen Song bei. Ohne den Text und den Song zu kennen, haben die Beteiligten etwas geschrieben, was sie mit dem jeweiligen Songtitel verbinden. Prosa, Kurzgeschichten, Liedtexte: Namen wie Bela B. oder Falk Fatal tauchen in der Liste auf, viele haben Vorbildung als Schriftsteller oder Poetry-Slammer. Einen Titel haben Pascow zum Wettbewerb ausgeschrieben. Zum Song „Smells like twen spirit“, der - klar - an Nirvanas großen Hit „Smells like teen spirit“ erinnert, forderten sie ihre Fans auf, kreativ zu werden. Ich habe es mit meinem Text unter die zehn Finalisten geschafft. Da alle Texte so gut gewesen seien, habe man sich dabei nicht entscheiden können, heißt es vonseiten der Band. Also losten die Musiker losten den Sieger aus. Dabei habe ich zwar nicht gewonnen (Gratulation an dieser Stelle an den Sieger Christoph Greger) – aber die Texte, die es nicht ins Buch geschafft haben, sollen trotzdem in einem eigenen Textband abgedruckt werden. Meinen Text mit dem Titel "Doch schon so spät" könnt Ihr dann bald auch hier auf dem Blog lesen.