Donnerstag, 8. Mai 2014

Hörtest: Apologies, I Have None - Black Everything

Was ist denn mit Euch los, liebe Briten? Wo ist Sommersonne von "Sat In Vicky Park" hin? Wo bleibt der Optimismus von "Long Gone"? Die Londonder Punkrock-Kapelle Apologies, I Have None zeigt sich auf ihrer neuen EP "Black Everything" zunächst mit dem Song "Raging Through The Sick And Heavy Of A Bloodlust" von einer düsteren Seite. Aber dann: Ach da. "How the fuck did I not see this coming?" Da ist sie wieder im zweiten Song "Two Bombs In A Box", die Gabe, Hymnen zu schreiben, die nie so simpel sind, dass man ermüdet, aber doch so eingängig, dass sie sich mit enormem Grad festsetzen.

 Und trotzdem: Eine Melancholie zieht sich durch die Songs, die ist neu. Wobei ihr vielbeachtetes Debüt "London" ja auch kein Spaßhoppelpunk war. In "The 26" ging es sogar um knallharte Rachephantasien. Das Label zitiert Fronter Josh McKenzie: "This record is certainly more depressing in tone than many of the songs on 'London'", und weiter: "There is a broad underlying theme across the songs that deals with mental health and the affect a constantly fluctuating mind has". Steht ihnen aber auch gut zu Gesicht, und vielleicht hat auch der Ausstieg von Bandmitglied Nummer vier, Dan Bond, Spuren hinterlassen. Wobei sie sagen, dass sie das gut weggesteckt haben. Egal. So oder so: Neue Songs von einer frischen Band, die mit Titel wie "Coffee, Alcohol, Codeine, Repeat" gefallen und auch ansonsten Lust auf noch mehr neue Songs machen. Apologies, I Have None bleiben spannend, bleiben aussagekräftig. Das Cover der Platte ist übrigens - man muss kurz an Spinal Tap denken - schwarz. Schwärzer geht nicht. Konsequent.

"Black Everything" erscheint am Freitag, 9. Mai, via Uncle M. Mehr Infos unter www.apologiesihavenone.co.uk 

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