Mittwoch, 31. Juli 2013

Wirklich, James? Bin ich der Erste und Einzige?

Dieser Tage hab ich elektronische Post bekommen. Von einem gewissen James Blunt. Betreffzeile der Mail: "I'd like you to be the first to hear my new single..."

Er schreibt:

"Dear Daniel,

So… Just for you… Here's the first single from my new album…! It's called 'Bonfire Heart', and the first time it will be broadcast on the airwaves will be on BBC Radio 2 at around 11am (GMT) this morning and later today in mainland Europe… So it's all yours till then!"

So weit, so promo. Dann kam der Teil, der mich verblüfft hat.

"The song is about love, life, fear and hope… and more than anything, you… and me…"

Jetzt frag ich mich:

1.) Warum schreibt er einen Song über sich und mich?

Und:

2.) Warum bloß beschleicht mich das Gefühl, dass ich nicht der einzige bin, der diese Mail bekommen hat? Liegt es vielleicht an der Münchner Abendzeitung?
 

Rick Barton's back: Continental kommen auf Tour

War ich froh, als ich die Platte endlich im Schrank hatte. Everybody Out haben mich ganz schön Nerven gekostet. Ich wusste, dass es die Band eines Ex-Mitgliedes der Dropkick Murphys ist. Das hinderte das Internet allerdings nicht daran, mich im Stich zu lassen, als ich nach dem Album suchte. Aber irgendwann hat's dann hingehauen. Jetzt ist Rick Barton wieder auf dem Sprung und kommt mit seiner neuen Band "Continental" in unsere Breiten. Der 54-Jährige hat zuletzt die Alben der Street Dogs produziert. In seiner Band spielt auch sein Sohn Stephen (Bass) mit. Im Gepäck haben wird die Band dabei das neue Album "All A Man Can Do", das am 4. Oktober via Flix Records erscheint. Dann kommen Continental für acht Wochen auf Tour.  Vorbestellen kann man "All A Man Can Do" auf CD bei Flix Records.

Hier der zwischen The Pogues und Bob Dylan schwankende Song "Curious Spell" als Download:



Hier die bereits bestätigten Tourdaten:
10.10. AUT - Wien @ Viper Room
11.10. SRB - Novi Sad @ CK13
13.10. BUL - Sofia @ Mixtape 5
14.10. ROM - Bucharest @ Club Fabrica
16.10. HU - Budapest @ R33
17.10. SK - Kosice @ Colloseum
18.10. AUT - Graz @ Explosiv
19.10. AUT - Vöklabruck @ OKH
20.10. GER - München @ Kranhalle
21.10. CH - Zürich @ Dynamo
23.10. CH - Lüchingen @ Secret Location (Acoustic Show)
24.10. CH - Solothurn @ Kofmehl
25.10. ITA - Bologna @ Freakout
26.10. ITA - Roma @ Traffic
28.10. ITA - Milano @ Ligera
29.10. AUT - Timmelkam - Bart (Acoustic Show)
30.10. GER - Regensburg @ Plan 9 (Acoustic Show)
31.10. GER - Aulendorf @ Irreal
01.11. GER - Schwäbisch Gmünd @ Esperanza
02.11. GER - St. Wendel @ Saarlopalooza Festival
03.11. GER - Frankfurt @ Elfer Club
08.11. AUT - Amstetten @ Rockbar (Acoustic Show)
12.11. UK - London @ Macbeth
13.11. UK - Southampton @ Joiners
14.11. UK - Hastings @ The Tubman
15.11. UK - Norwich @ The Stanley Arms
16.11. UK - Warrington @ Friars Court
17.11. UK - Kendal @ Bootleggers
18.11. UK - Exeter @ The Cavern
19.11. UK - Kingston Upon Thames - Fighting Cocks
20.11. BEL - Antwerpen @ Trix
21.11. GER - Düssseldorf @ The Tube
22.11. GER - Berlin @ White Trash
23.11. GER - Altenburg @ Finnegans
24.11. GER - Münster @ Baracke
25.11. GER - Hamburg @ Hafenklang
26.11. GER - Bremen @ Römer
27.11. GER - Kiel @ Schaubude
28.11. DK - Kolding @Kulturlogen
30.11. SWE - Göteborg @ Showdown
01.12. DK - Copenhagen @ Underwerket
02.12. GER - Hannover @ Bei Chez Heinz
03.12. GER - Dresden @ Chemiefabrik
04.12. CZ - Prag @ Cross Club

Montag, 29. Juli 2013

The Fratellis: Neues Album "We Need Medicine" kommt am 7. Oktober

Mein Musikjahr 2013 - sieht ganz so aus, als ob es das Jahr der alten Bekannten wird. Während letztes Jahr einige Neuentdeckungen meine Top Ten prägten - Captain Planet, Cloud Nothings -, hauen bei mir dieses Jahr die Thermals rein, aber auch Frank Turner und Vampire Weekend (an die ich zu spät rangekommen bin, um ne Rezi abzuliefern - hol ich noch nach). Und dann kommt im Oktober ja auch noch die neue Arcade Fire. Aber ebenso herbeigesehnt habe ich ein neues Album der Fratellis. Kürzlich haben sie Neuigkeiten angekündigt, heute ließen die Schotten dann die Katze aus dem Sack: Am 7. Oktober erscheint "We Need Medicine". Auf der Facebook-Seite der Band kann man auch die Tracklist schon lesen. Tourdaten liegen bisher nur für die Insel vor, aber warten wir's ab. Bis dahin muss das Debüt "Costello Music" ran - und neues Live-Material von bekannten Songs gibt's auch, sie unten.

Sonntag, 28. Juli 2013

Hörtest: The Front Bottoms - Talon of the Hawk

Neuer Stoff für alle, die schon mit dem Debüt süchtig geworden sind: Die beste Lo-Fi-Band seit den Thermals legt mit "Talons of the hawk" ein Zweitwerk vor, das selbstbewusst die Hits zur Sommerhitze liefert. The Front Bottoms sind gekommen, um zu bleiben. Jedenfalls, wenn Ihr meine Stereoanlage fragt.

Gegenüber dem Debütalbum haben sich The Front Bottoms einen dickeren Sound zugelegt. Während der Erstling noch nach DIY-Kassettenrekorder klang (was durchaus positiv zu verstehen ist), sind die Songs des Nachfolgers deutlich produzierter. Nichts verändert hat sich hingegen am hypnotisierenden Gesang von Brian Sella. Nach wie vor nölt er uns mit der markantesten Stimme seit Hutch Harris (The Thermals) einen vor, und wir lauschen gebannt.

Dazu kommt eine Melange aus Stromgitarren, die auch mal mit Effekten verfremdet sind ("Peach"), aber immer entweder leicht angecruncht oder akustisch mitmischen. Und auch genreunytpische Instrumente wie Trompete oder Akkordeon ("Au revoir") tauchen auf. Tanzbare Beats tun den Rest, um mit der guten Laune ins Haus zu fallen. Manchem wird das zu nah am Poppunk gebaut sein, aber hey, wenn die Songs stimmen - wo ist das Problem? Und es muss ja nicht immer trübe Melancholie sein. Die können wir uns ja im Herbst dann wieder reintun. Um mit dem Namen zu spielen - die Band hat einen Arsch in der Hose, aber mit einem Twist. Manchmal braucht es eben nur zwei Kumpels, die sich Instrumente schnappen. So hat es bei den Front Bottoms angefangen. Spannend, wie es weitergeht.

"Talon of the Hawk" von The Front Bottoms ist am 7. Juni via  Bar None Records erschienen. Mehr Infos unter www.thefrontbottoms.com.

Hier noch ein Aukustikauftritt mit "Twin Sized Mattress".

Samstag, 27. Juli 2013

Hörtest: I is Another - I is Another

Jonah Matranga und Ian Love geben sich dem Rock hin. Heraus kommt ein Album mit schönen Schattierungen. I is Another kann man empfehlen - weil die Platte Hirn und Substanz hat. 

Die Schwerterkönigin liefert einen veritablen Hit ab: Da glaub man bei "Queen of Swords" am Anfang, Dinosaur Jr. hätten ene Pille verschluckt, die ihnen Hymnen aus den Fingern wachsen lässt. Wie die Gitarren da hochranken und der Bass die Drums mitbringt, um dann in einen lässigen Beat zu verfallen - klasse. Der Gesang setzt dann genauso schlurfig ein wie es J. Mascis kann, aber der Eindruck hält nur für Sekunden. Spätestens wenn "Pray For You" wie ein Cyber-Aufschrei über den Dächern einer Metropole bei Nacht durch die Lautsprecher röhrt, zeigt sich, dass es hier um was ganz Anderes geht. I is Another ist das Projekt von Jonah Matranga und Ian Love. Sänger und Gitarrist Matranga kennt man von Bands wie  Far oder New End Original, Love war Gitarrist bei Rival Schools. Ihr Projekt I is Another wollen sie aber einfach als Rockband begriffen wissen. 

Und ist ja auch so. Den Groove wie in "Shake" gab's schon bei Led Zeppelin zu bewundern, die wuchtigen Riffs bei Soundgarden, die emotionalen Melodien bei Jimmy Eat World. Nichts Neues unter der Sonne, aber schön kombiniert. Emo-Gesang neben pulsenden Gitarrenwänden. Stakkato-Riffs im Wechsel mit sanften Beats und verträumter Musik ( wie strange das in dem Kontext klingt, aber hört Euch den Titelsong an). Gibt es hier. Und die Akustikversionen von ein paar Songs zeigen einen schönen Kontrast zwischen Gesang und Gitarren). Konstruiert wirkt hier nichts, dafür so, als hätten sie einfach ein Album gemacht, weil ihnen danach war. Das sagen die beiden auch über das Album. Ein gutes Duo. Macht das doch bald mal wieder. 

Das selbstbetitelte Debüt von I is Another ist am 28. Juni via Arctic Rodeo Recordings erschienen. Mehr Infos unter http://iisanothermusic.com

Hier noch ein Eindruck von "Queen of Swords". 

Mittwoch, 24. Juli 2013

Ein Stückchen Frieden: City and Colour im Interview

Die Southside-Gespräche, Teil 3: Gestern hab ich Euch Krawall á la Kvelertak kredenzt, vor ein paar Tagen baten Boysetsfire um Beachtung - heute wird's etwas ruhiger mit City and Colour. Dallas Green hat sich Zeit genommen, ein paar Fragen zu beantworten. Am Dienstag ist das Resultat auf der SZene-Seite der Schwäbischen Zeitung erschienen. Klickt aufs Bild, dann könnt Ihr die Geschichte lesen.

Dienstag, 23. Juli 2013

Kvelertak im Southside-Plausch

Kvelertak sind so unfassbar gut. Der Zweitling der norwegischen Gitarrenfreaks "Meir" ist jetzt schon Platte-des-Jahres-verdächtig. Beim Southside hatte ich Gelegenheit, mich ausgiebig mit Sänger Erlend Hjelvik und Gitarrist Maciek Ofstad zu unterhalten. Das Ergebnis ist eine große Geschichte, die am Samstag auf der SZene-Seite in der Wochenendbeilage der Schwäbischen Zeitung erschienen ist. Per Klick aufs Bild könnt Ihr den Artikel lesen. Viel Spaß damit.

Montag, 22. Juli 2013

The Kinison sind zurück



"We are a band - again" schreiben sie auf ihrer Facebook-Seite: Die Musiker der Post-Hardcore-Band The Kinison veröffentlichen neun Jahre nach ihrem letzten Album "What Are You Listening To?" ein neues Album. Noch in diesem Jahr soll das Teil erscheinen. Dann ist auch eine Europa-Tpur in Planung.

Vorab gibt's eine Single mit dem Titel “Oh, The Guilt", die via Highwires erscheint. Das Lied wurde von Paul Fig (Deftones / Coheed & Cambria) produziert und wird gerade gemixt / gemastered. Dazu kommen auf der gleichnamigen EP zwei unveröffentlichte  Livesongs — “What Would You Do?" and “Stevie Nicks vs. Nikki Sixx". VÖ-Termin ist der 2. September. .

Das Label/Promobüro Flix Agency, dass sich wie Bolle freut, die Band nun zu betreuen, schreibt: "2004 werden The Kinison von Travis Barker für sein neugegründetes Label LaSalle Records entdeckt, es folgen Touren mit Bands wie AFI, Blink 182, Black Flag, sowie Festivalauftritte auf dem Coachella und der Vans Warped Tour. 2005 legt die Band dann eine Pause ein. Nun ein Neuanfang, den Sänger Christopher so beschreibt: "Wir wollten einfach sehen, ob wir's noch draufhaben und in der ersten Probe hat es sofort geklickt"."

Oben seht Ihr einen Live-Clip von "Hey Hey Hey". Klingt in meinen Ohren wie eine Mischung aus Billy Talent und La Dispute.

Donnerstag, 18. Juli 2013

Mazzy Star: Nach 17 Jahren kommt ein neues Album



Mit den Bestenlisten sollte man wohl noch warten: In den vergangenen Tagen hat mich nicht nur die Ankündigung des neuen Arcade Fire-Albums (29. Oktober) aufhorchen lassen. Auch die News, dass Mazzy Star einen Monat vorher ein neues Album rausbringen, war für mich perfektes Freufutter. Das US-Duo Hope Sandoval und David Roback zählte in den 90ern, die ich so langsam verkläre, zu den Indie-Lieblingen. Ich lernte sie via Zillo kennen und besorgte mir "Among my swan", die beste Platte für regnerische Herbsttage. Nach 17 Jahren (!) kommt jetzt mit "Seasons of your day" das erste Lebenszeichen der Band seit Mitte der 90er. Einen ersten Song gibt es bereits zu hören: Das herrlich schöne "California". Abgezeichnet hatte sich die Rückkehr seit 2009, als Hope Sandoval in dem US-Rolling Stone ein Interview gab. Zwei Jahre später kam eine Single auf den Markt ("Common Burn/Lay Myself Down). Produziert haben "Seasons Of Your Day" David Roback und Hope Sandoval selbst. Aufgenommen wurde es in Kalifornien und Norwegen, als Gastmusiker dabei waren Colm O’Ciosoig (My Bloody Valentine) und Bert Jansch mit einer seiner letzten Aufnahmen. Der britische Folkmusiker starb 2011. Für den Herbst haben Mazzy Star eine Nordamerika- und Europatour geplant.

Freitag, 12. Juli 2013

Hörtest: Paper Arms - The Smoke Will Clear

Immer wenn man denkt, alles sei gesagt, kommt einer, der es auf andere Weise sagt. Paper Arms sind auch wieder so ein Fall. "The Smoke Will Clear" ist mehr als Schall und Rauch. 

Am Anfang denkt man, das ist jetzt der Hardcore-Pathos und gleich stürzen die Breakdowns über Dir zusammen. Dann ist es aber doch eher Punkrock, der sich aber auch mal Jimmy Eat World und Fall Out Boy (als sie noch gut waren) reingezogen hat. Paper Arms aus Australien werden derzeit als heiße Sensation gehandelt. Ich muss zugeben: Sie hauen mich nicht von den Socken wie zum Beispiel Faves wie  La Dispute, aber was sie da auf ihrem Debüt abliefern, ist schon ziemlich beeindruckend. 14 Songs in 36 Minuten - aber so intensiv, dass man die Spielzeit nicht als zu kurz empfindet. Zwei Jahre nach der Gründung bekam das Quartett Besuch von Walter Schreifels (Gorilla Biscuits, Rival Schools, Quicksand). Der nahm die Songs mit ihnen auf und ist bis heute ein Mentor für die Musiker. Ein Ritterschlag, keine Frage. Und sicherlich, Songs wie "These Nights" gehen ins Ohr und ans Herz. Die Texte sind mit der Tätowiernadel geschrieben, dann hat jemand ordentlich Rotwein drübergekippt und die Flecken mit der Stahlbürste weggeschrubbt. Zu diesen Klängen werden sich vor der Bühne mal wieder junge Männer erst anrempeln, dann ein Bier in die Hand drücken und dann gemeinsam Textzeilen wie "I hope this road swallows us whole" zubrüllen. Und dieses Ende mit "The Heart Within". Das taugt schon. Vor allem, wenn man ein paar Durchgänge mehr riskiert. Wer mit Boysetsfire auf Tour geht, liefert wohl auch kein Easy Listening ab. Aber es lohnt sich. 

"The Smoke Will Clear" von Paper Arms ist am 31. Mai bei Uncle M erschienen. Mehr unter www.facebook.com/paperarmsmusic. Hier noch das Video zu "Tanks of Dust".

Donnerstag, 11. Juli 2013

QOTSA live beim Pinkpop



So langsam macht sich "...Like Clockwork", die neue Platte der Queens of the Stone Age. Am Anfang war ich ja noch etwas skeptisch. Es dauerte ein paar Runden, bis sich mir die Klasse des Albums erschloss. Inzwischen läuft es rauf und runter. Heißer Anwärter auf die Platte des Jahres. Aber das ändert sich ja eh noch drölf mal. Der Nebeneffekt: Man reißt sich alle Schnipsel unter den Finger, die den Live-Eindruck nochmal revue passieren lassen. Was nichts daran ändert, dass der Auftritt beim Southside 2013 mittelmäßig war. Hier ein etwas motivierterer Gig: QOTSA beim Pinkpop dieses Jahr.

Mittwoch, 10. Juli 2013

Boysetsfire im Interview: Was hat Stups der kleine Osterhase damit zu tun?

Von Zündlern und Idealisten: Boysetsfire sind eine Utopie. Mit ihrem ebenso abweisenden wie melodischen Hardcore-Punk-Gebräu rennen sie gegen die Unstimmigkeiten der Welt an. Auf dem Southside habe ich die Gelegenheit gehabt, Bassist Robert Ehrenbrand zu interviewen. Heraus kam eines der Gespräche, aus denen ich am meisten mitgenommen habe. Mehr will ich gar nicht verraten. Gestern ist das Interview auf der Musikseite der Schwäbischen Zeitung erschienen. Per Klick aufs Bild könnt Ihr es lesen.

Dienstag, 9. Juli 2013

Two Gallants bei den Cardinal Sessions



Die Two Gallants sind eine dieser herzzerreißenden Bands, die nicht Musik machen, um damit Geld zu verdienen, sondern weil sie irgendwohin müssen mit der Schwermut. Jetzt waren Adam Stephens und Tyson Vogel zu Gast bei den Cardinal Sessions. Eine superbe Angelegenheit.


Montag, 8. Juli 2013

Video: Franz Ferdinand - Right Action


Franz Ferdinand - Right Action (Official Video) von domino

Es gibt keinen Grund, etwas zu ändern, wenn man so coolen Sound macht wie Franz Ferdinand. Auch die Video-Ästhetik wie gehabt. "Right Action" stammt vom neuen Album, das am 23. August erscheint. Good Morning!

Sonntag, 7. Juli 2013

Galerie der Klassiker: The Fratellis - Costello Music

Sie kamen aus dem Nichts und eroberten unsere Herzen. Nach Album Nummer zwei war dann plötzlich alles vorbei. Aber die Geschichte hat ein gutes Ende - und wir warten sehnlichst auf den dritten Longplayer des schottischen Dreigestirns. Bis es soweit ist, dreht sich das Debüt von Jon, Barry und Mince Fratelli auf dem Plattenteller. Ein Pubrock-Referenzwerk mit der Halbwertszeit von Thorium (14 Milliarden Jahre). 

Das Geniale an The Fratellis fand ich immer, dass sie wie nichts klangen, was ich schon gehört habe. Ok, schon klar, Glamrock und so. T.Rex haben sie ja auf dem Soundtrack zum obergenialen "Hot Fuzz" (mit Simon Pegg und Nick Frost) gecovert. Und da g
eht's schon los: "Henrietta" mit den aufmüpfigen Gitarrenriffs springt einem entgegen wie der selig angtrunkene Saufkumpan im Pub, drückt Dir ein schäumendes Pint in die Hand und zieht Dich mittenrein ins Getöse. In "Flathead" bricht die Party dann richtig los. The Fratellis, die übrigens nicht wirklich Brüder sind, haben die Gabe, Melodien zu schreiben, die nicht im Meer der Mittelmäßigkeit untergehen, sondern darin eher als Bojen oder Anker schwimmen. "Whistle for the Choir" ist die Candlelight-Hymne fürs romantische Essen beim Italiener mit Susi-und-Strolch-Szene, "Chelsea Dagger" der schmissige Oberklopfer, den sich die erfolgsverwöhnten Bayern-Kicker zur  Torhymne erkoren haben. Kann man nichts machen, aber da von wird der Song ja nicht schlechter (auch nicht durch den Einsatz in einer Vox-Kacksendung). Dazu kredenzen uns die Fratellis Geschichten über schräge Zeitgenossen ("Vince The Loveable Stoner"), Menschen, die einen Bluebird fahren, aber kein Geld fürs Benzin haben ("Baby Fratelli") und die traurigen Seiten des Partylebens ("Everybody Knows You Cried Last Night"). Lebensfreude gibt's hier mit der Schaumkanone auf die Zwölf. Ein einziges Vergnügen. Nach der Dreiviertelstunde braucht man keine Stimmungsaufheller mehr, hat Muskelkater vom Grinsen im Gesicht. Kein Wunder, dass die Fratellis damit auf Platz zwei der UK-Charts einstiegen und vom NME als nächstes großes Ding gehandelt wurden.

Der Nachfolger "Here We Stand" war dann gut, konnte aber nicht ganz mit der Wucht des Debüts mithalten. 2009 verkündete die Band, dass es vorbei ist. Aber manchmal kommen sie wieder. 2012 kam es zur Reunion. Gibt es klare Ansagen für ein neues Album? Meines Wissens nach nicht. Aber warten wir ab. Bis dahin unterhält uns die "Costello Music" bestens.

"Costello Music" von The Fratellis ist am 26. Januar 2007 bei Island Records erschienen. Hier Live-Clips zu "Henrietta" und "Chelsea Dagger". 



Donnerstag, 4. Juli 2013

Franz Ferdinand streamen neue Single "Love Illumination"


Franz Ferdinand - Love Illumination (Official... von domino

Bald tanzen wir wieder, als sei es 2004: Franz Ferdinand bringen am 23. August ihr neues Album "Right Thoughts, Right Words, Right Action" via Domino raus. Die Single "Love Illumination" gibt's jetzt schon zu hören, wer's vinylig mag: Ab morgen gibt's die Single als farbige Seven Inch.

Es ist das erste Album seit dem 2009er "Tonight". Aufgenommen haben die Schotten das Album vergangenes Jahr unter anderem in Schottland, London und auf ein paar Reisen nach Stockholm und Oslo. Sänger Alex Kapranos sagt über das Album: „The Intellect vs. The Soul, played out by some dumb band.“

Hier die Tracklist:
Right Action
Evil Eye
Love Illumination
Stand On The Horizon
Fresh Strawberries
Bullet
Treason! Animals
The Universe Expanded
Brief Encounters
Goodbye Lovers & Friend

Mittwoch, 3. Juli 2013

Boysetsfire bei den Berlin Sessions



Es gibt doch immer noch etwas zum Entdecken. Die Berlin Sessions zum Beispiel. Da gibt's gerade prima Akustik-Versionen von zwei Boysetsfire-Songs. Nathan Gray mal so zu hören, wenn er nicht gegen eine Stromgitarrenwand anschreit - aha, so klingt das! Oben seht Ihr "My Life in the Knife", den Clip zu "The Misery Index" findet Ihr im Youtube-Kanal der Berlin Sessions. Und viele weitere sehenswerte Videos.

Eien Rezi des aktuellen Albums "While A Nation Sleeps" gibt's hier.

Dienstag, 2. Juli 2013

SZene-Hörtest: Andrew Stockdale - Keep Moving

Wolfmother waren so gut. Schade, dass die erste Besetzung es nicht geschafft hat, sich zu halten. Endlich eine Band, zu der mein Rockbuddy und ich endlich wieder pilgern konnten. Southside 2006, rotes Zelt. Dann nach München, und gleich noch die Vorband Gods of Blitz entdeckt (auch die inzwischen zu Grabe getragen, aber nix Genaues weiß man nicht...).

Jetzt hat Andrew Stockdale, Sänger, Gitarrist und Mastermind der Wolsmutter, seinen Beziehungsstatus auf "solo" gesetzt und schenkt uns eine ein. Sein neues Album "Keep Moving" ist gut. Richtig gut sogar. Auch wenn es die Hypothek trägt, dass man ständig die "Mind's Eye"-Formate sucht. Eine Rezi dazu von mir ist am Dienstag, 18. Juni, auf der SZene-Seite der Schwäbischen Zeitung erschienen. Per Klick aufs Bild könnt Ihr sie lesen.

Montag, 1. Juli 2013

Ausgegraben: Iron Maiden 1981 im Beat Club



Die Reihe "Ausgegraben" geht weiter. Heute mit: Iron Maiden. Der Gig ist von 1981 und wurde in der damals laufenden Sendung Beat Club in Bremen aufgezeichnet. Am Mikro stand da noch Paul Di'Anno, an den Drums saß Clive Burr. In seiner urwüchsigen, rohen Live-Power hat das was.