Donnerstag, 28. Februar 2013

Bitte entdecken: JD McPherson, der Rockabilly-Zeitreisende

Vergangenes Wochenende hab ich Michael Poulsen, seines Zeichens Gitarrist und Sänger der dänischen Rockabilly-Metaller Volbeat, interviewt. Das Resultat könnt Ihr im nächsten SLAM lesen. Eines aber vorweg: Der Mann hat mich auf einen Songwriter aufmerksam gemacht, der große Klasse ist. Es ging um 50ies-Rock'n'Roll und wer heute noch so Mucke macht - die aber klingt, als sei sie damals entstanden. Michael legte mir JD McPherson ans Herz. Ein Youtube-Video später war ich restlos begeistert. Der Mann klingt wie mit der Zeitzmaschine ins Hier und Heute versetzt. Überzeugt Euch selbst. Mit "North Side Gal" oben und "Fire Bug" hier unten. Eine ausführliche Rezi seines Debüts aus dem vergangenen Jahr folgt. 

Mittwoch, 27. Februar 2013

Firewater mit Tour und Live-Album


Seit ein paar Tagen ist Tod Ashley mit seiner Band Firewater auf Tour unterwegs. Eigentlich hätte das ja schon letztes Jahr sein sollen, aber dann kam die Sache mit der Kniescheibe dazwischen. Tod verletzte sich nach einem Auftritt, die Tour wurde verschoben. Passend zur Tour kommt auch ein Live-Album raus. Es soll im März erscheinen und "Firewater live in Portland" heißten. Uns erwartet Punk, Rock, Reggea, Dub, Klezmer, orientalischer Percussion-Wahnsinn und vieles mehr.

Im letzten SLAM gab es eine Geschichte von mir über Firewater, und auch in der Schwäbischen Zeitung haben wir uns dem Thema des Weltmusikreisenden genähert. Die Story ist am Dienstag, 4. Dezember, auf unserer Musikseite erschienen. Wenn Ihr auf das Bild klickt, könnt Ihr den Artikel lesen.

Hier die Tourdaten:

01.03.2013 AT-Ebensee - KV Kino Ebensee
03.03.2013 AT-Graz - PPC
04.03.2013 AT-Vienna - Szene
05.03.2013 CZ-Prague - Rock Cafe TBC
06.03.2013 Bielefeld - Forum
07.03.2013 Regensburg - Alte Mälzerei
08.03.2013 AT-Steyr - Kulturhaus Röda
09.03.2013 Lindau - Club Vaudeville
10.03.2013 Nürnberg - Desi
11.03.2013 TBA
12.03.2013 Berlin - Lido
13.03.2013 Bremen - Tower
14.03.2013 Köln - Underground
15.03.2013 Stuttgart - Universum

Dienstag, 26. Februar 2013

The Hunters kommen auf Tour


Sie sind Jäger und Sammler: Sie jagen nach neuen Fans und sammeln dabei Kilometer. The Hunters kommen aus Quebec und waren schon mit einschlägig bekannten Bands wie The Flatliners, The Sainte Catherines, Propagandhi, Anti-Flag und Comeback Kid unterwegs. Jetzt kommen sie in unsere Breitengrade. Einen Vorgeschmack gibt's mit "Van Party Forever". Möge es so sein.

28.02.2013 Graz, AT @ Sub
01.03.2013 Wiener Neustadt, AT @ Fuxbau Fest
02.03.2013 Vienna, AT @ Venster 99
03.03.2013 Holesov, CZ @ Klub Wats
04.03.2013 Brandys Nad Labem, CZ @ Saloon Bar
05.03.2013 Prag, CZ @ Cross Club
06.03.2013 Nürnberg, GER @ Bela Lugosi
07.03.2013 Aulendorf, GER @ Irreal
08.03.2013 Luzern, CH @ Sedel
09.03.2013 Basel, CH @ Sommercasino
10.03.2013 Gießen, GER @ AK 44
11.03.2013 Zürich, CH @ Werk 21
12.03.2013 Koblenz, GER @ Apparat
13.03.2013 Illingen, GER @ Juz
14.03.2013 Paris, FR @ Le Rigoletto
15.03.2013 Bergkamen, GER @ JZ Yellowstone
16.03.2013 Lüdenscheid, GER @ Midsummer Indoor Festival
17.03.2013 Münster, GER @ Baracke
18.03.2013 Leipzig, GER @ Kulturcafe Manfred
19.03.2013 Berlin, GER @ Dazzle Danz Club

Montag, 25. Februar 2013

Dave Hause braucht keine Überschrift

Das wird der Hit, wenn Dave Hause beim Pirate Satellite Festival Ende April auf der Bühne steht. Und der Start in die Wochen ist noch besser, wenn man zu Minute 11 beim Auftritt im Ramones Museum kürzlich vorspult und "The Bridge" hört. Viel Spaß!

Sonntag, 24. Februar 2013

Neuer Song: The Thermals - Born To Kill

Die Thermals gehören zu den Guten. Zu den Besten. Über mein Verlieben in diese Band habe ich mich ja kürzlich schon ausführlich ausgelassen. Jetzt bekommen wir einen ersten Eindruck, wie das am 16. April erscheinende Album "Desperate Ground" klingen wird. Der Song "Born To Kill" deutet an, dass es nicht mehr so gemächlich zugehen wird wie auf "Personal Life". Wird genau die richtige Platte, um Fenster aufzureißen, Sonne reinzulassen, sich zu freuen, dass der verdammte kalte Winter endlich zu Ende ist. Bis dahin hör ich noch ein bisschen schwedischen Death Metal.

Samstag, 23. Februar 2013

SZene-Hörtest: Blackmail - II

Tut mir einen Gefallen und hört Euch die neue Blackmail an. Und lest meinen Artikel, der dazu heute in der Wochenendbeilage der Schwäbischen Zeitung erschienen ist. Wer noch mehr Argumente braucht: Interview und Rezi im SLAM. Um es mit den Worten einer großartig trashigen Werbung der 90er zu sagen: Jetzt im Zeitschriftenhandel.

Freitag, 22. Februar 2013

Hörtest: Fights and Fires – We Could All Be Dead Tomorrow

Man sieht sie und denkt sich „Sind die niedlich“. Aber eigentlich wollen wir doch weg von Klischees und Äußerlichkeiten, und Outfits sagen nichts über die Rockbarkeit aus. Sonst wären Maiden mit Spandexhosen in den 80ern ja auch Aerobictrainer gewesen, und keine Bühnenarbeiter.  Fakt ist: Diese Platte hier trifft einen hart, aber herzlich. 

Man kann sich der Tristesse ergeben und versuchen, doch noch etwas Positives darin zu entdecken, nicht einzuknicken. So machen es die Blueser. Aber man kann auch einfach sagen: Weg da. „Chase The Blues“ will genau das. Verdrängung? Mir doch egal, wenn der Soundtrack dazu so gut ist. Der Opener stürmt wie ein wildgewordener Wolfshund drauf los und dürfte nicht nur Fans des Rock'n'Roll-Kaspers Danko Jones glücklich machen. Mit dem überzeugten Maniac mit der Explorer-Gitarre hat diese Crew hier etwas gemeinsam: die fehlenden Schnörkel. Schamlos geradlinig rockt es an allen Ecken und Enden, ohne Netz und doppelten Boden. „Why Don't You Grow Yourself A Backbone/And Leave Me And My Friends Alone“ heißt es im zweiten Song, und genau das ist es: Mittelfinger, Rotzrock, Bones-Attitüde, Bronx-Raubeinigkeit. Ok, der Stimmumfang von Sänger Philip Cox beträgt auch nicht mehr als der von Lemmy, und auf die Dauer wird es etwas eintönig, weil der Fuß eben die meiste Zeit auf dem Gaspedal liegt. Umso schöner, wenn Songs wie „Cat's Lives“ mal etwas Abwechslung reinbringen. Auf Platte macht das Appetit, aber gut vorstellbar, dass sich das Gebräu der Briten erst live richtig entzündet.

Die Band aus Worcester wurde 2008 gegründet und kann bereits touren mit Bands wie The Bouncing Souls, The Flatliners, We Are The Ocean und Versus The World verzeichnen. Im März geht es auf Tour. Skate-Panzerung nicht vergessen.

„We Could All Be Dead Tomorrow“ erscheint am Freitag, 22. Februar, via Blackstar Foundation. Mehr unter www.fightsandfires.co.uk 
Unten dann noch das Video zu "Chase The Blues". 

Hier die Tourdaten:

TOUR 2013:
18.03. BE - Namur - Le Petit Bitu
19.03. DE - Gießen - AK44
20.03. DE - Würzburg - Kellerperle
21.03. DE - Stuttgart - JuHa West
22.03. DE - Ulm - Die Tanke
23.03. DE - Regensburg - Lederer
24.03. CH - St. Gallen - Rümpeltum
26.03. DE - Zittau - Emil
27.03. DE - Leipzig - Kulturcafe Manfred
28.03. DE - Kiel - Schaubude
29.03. DE - Hamburg - tba
30.03. DE - Münster - Baracke
31.03. DE - Essen - Weststadthalle

Donnerstag, 21. Februar 2013

Video jetzt, Album im Mai: Paper Arms machen Ernst

Da hat sich Deutschlands sympathischstes Label Uncle M ja was an Land gezogen: Die Australier von Paper Arms sind der neueste Zugang im Portfolio (doofes Wort eigentlich) der Plattenfirma für den passionierten Punkrock-Gourmet. Das Europa-Debüt "The Smoke Will Clear" wird uns im Mai serviert, Freunde von Hardcore-Eruptionen der Marke Title Fight, Make Do And Mend, Hot Water Music und Konsorten sollen laut Uncle M auf ihre Kosten kommen. Und das Lustige ist ja immer: Man denkt, man hat langsam genug von der Sorte im Regal, aber dann ist halt doch immer noch Platz für einen mehr.

"The Smoke Will Clear" wurde abgemischt von Brian McTernan, der von seinerArbeit mit Bands wie Texas Is The Reason, Polar Bear Club, Thrice und Hot Water Music bekannt ist.

Und Walter Schreifels (Gorilla Biscuits, Rival Schools, Quicksand) ist ja auch nicht jemand, der sich mit jedem abgibt: Aber Paper Arms besuchte er 2010 in Australien, nahm Songs mit der Band auf und fungierte als Mentor und Freund.

"The Smoke Will Clear" erscheint auf goldenem Vinyl. Einen Eindruck kann man sich jetzt schon verschaffen mit dem Video zu "Tanks Of Dust". Dieses Jahr touren Paper Arms erstmals in Europa touren. Unter anderem spielen sie Konzerte mit Boysetsfire, Gallows und Bane. Bane? Das ist doch der fiese Batman-Bösewicht mit der lustigen Stimme. Ach ne. Andere Baustelle.

Hier noch die Tourdaten:

20. Juni Berlin - Ramones Museum (Akustikshow)
20. Juni Berlin - Lido (+ Boy Sets Fire, Gallows)
21. Juni  Trier - Ex-Haus
22. Juni Solingen - Cow Club
27. Juni  Nürnberg - Hirsch (+ Boy Sets Fire, Bane)
29. Juni  Eindhoven - Dynamo (+ Boy Sets Fire)
5. Juli Esch Sur Alzette - Rockhal (+ Boy Sets Fire)


Mittwoch, 20. Februar 2013

Blackmail: Groß im SLAM, neues Video, neue Tourdaten

Diesen Freitag erscheint das neue Album der Koblenzer Indierocker Blackmail. Es heißt völlig korrekt "II", da es das zweite mit Mathias Reetz am Mikro ist. Und es klingt absolut makellos, glaubt mir.

Im aktuellen SLAM könnt Ihr ein Interview lesen, dass ich mit Gitarrist Kurt Ebelhäuser und Sänger Mathias Reetz geführt habe. Es waren zwei separate Telefonate, und ich kann Euch die Lektüre nur ans Herz legen. In beiden Gesprächen hatte ich den Eindruck, dass wir es mit Musikern zu tun haben, die stark reflektiert haben, was in der Vergangenheit passiert ist und eine angenehme Bescheidenheit, ja fast schon Demut an den Tag legen. Auch eine Plattenkritik zu "II" aus meiner Feder könnt Ihr da lesen, und zwar in der "Sweet 16"-Rubrik, also bei den 16 besten Platten der Ausgabe.

Am Samstag erscheint eine Geschichte über Blackmail von mir dann noch in der Schwäbischen Zeitung. Also falls Ihr im Verbreitungsgebiet zwischen Trossingen im Westen, Lindau im Osten, Aalen im Norden und Friedrichshafen im Süden unterwegs seid, schaut mal am Kiosk vorbei und schlagt die Wochenend-Beilage auf.

Vor wenigen Tagen ist auch das Video zu "The Rush" veröffentlicht worden. Regie führt Jörg Steineck und was er sich da einfallen hat lassen, ach schaut Euch das doch einfach an.


Und dann gibt es hier noch Tourdaten. Ein Gig mit Blackmail ist unbedingt empfehlenswert. Beim U&D in Weingarten 2011 waren sie absolut fantastisch.

21.03. Wiesbaden, Schlachthof **
22.03. Stuttgart, Universum **
23.03. St.Gallen (CH), Grabenhalle **
24.03. Salzburg (AT), Rockhouse **
30.03. Koblenz, Dreams (SuperFuzzFest.) */**
02.04. Zürich (CH), Rote Fabrik (Ziegel...) ***
03.04. Milano (IT), LoFi ***
04.04. München, Strom ***
05.04. Wien (AT), B72****
06.04. Dresden, Beatpol *
07.04. Hannover, Faust *
10.04. Bielefeld, Forum *
11.04. Hamburg, Molotow *
12.04. Leipzig, Werk 2 *
13.04. Kaiserslautern, Kammgarn **
14.04. Köln, Underground **
18.04. Berlin, Postbahnhof *****
19.04. Dortmund, FZW *****
Support: Zen Zebra*, Monopeople**, Waines***, Eve`s Fruit****, Drive like Maria*****

Dienstag, 19. Februar 2013

How To Destroy Angels: Neues Album "Welcome Oblivion" im Stream


Was für die Elektriker unter Euch: Am 15. erscheint "Welcome Oblivion", das Debütalbum von "Hot To Destroy Angels", der Band von Nine Inch Nails-Mastermind Trent Reznor und seiner Frau Mariqueen Mandig. Die Band wurde vor drei Jahren gegründet, im November 2012 erschien die "An Omen EP". Auf der Platte ist auch der  Song „How Long“ enthalten, für den das Londoner Kunst-Kollektiv Shynola ein Video inszenierte. Jetzt kann man sich das Album per Stream schon mal zu Gemüte führen. Die Nerds von Pitchfork machen's möglich.

Montag, 18. Februar 2013

Hörtest: Buke and Gase - General Dome

Achtung: Musik für Menschen, die nicht bloß bis drei zählen können. Ein Duo aus New York liefert die intelligenteste, musikalisch versierteste Platte des Jahres. Das kommt davon, wenn Hobbybastler sich nicht mit den Instrumenten im Musikladen zufrieden geben, sondern eigene Werkzeuge bauen.

Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen. Die „Buke“ ist eine „umgebaute ehemalige Bariton Ukulele“, Marke Eigenbau. Bei der „Gase“ handelt es sich um einen Gitarre/Bass-Hybriden, ebenfalls eine Eigenkreation. Arone Dryer (Buke) und Aron Sanchez (Gase) waren mit dem, was in den Gitarrenläden an der Wand hängt, offenbar nicht zufrieden. Und warum sich mit „Readymades“ zufrieden geben, wenn der Sound, den man kreieren will, doch auch einzigartig sein soll? Im Fall des Duos aus New York City ist das Klanguniversum auch tatsächlich unerhört: Solche Klänge dürften den meisten Menschen noch nicht untergekommen sein. Das neue Album „General Dom“ ist ein extrem berauschendes Zeugnis dafür, dass es auch in Zeiten des x-ten Retro-Trend immer noch möglich ist, Neues zu schaffen und dabei begeisternd zu sein. Und es ist gerade mal fünf Jahre her, dass sich diese Band gegründet hat.

So richtig sicher, was man da eigentlich gerade hört, ist man sich auf dieser Platte eigentlich nie. Aber eins ist sicher: Es ist das erste Mal. Relativ geradlinig geht es mit mattmetallischen, perkussiven Klängen los, bis Sängerin Arone Dyer einsetzt. Der Rhythmus verschiebt sich, mitwippen wird schwierig, die Gesangsmelodie ist nachvollziehbar, aber so unverbraucht ungewohnt, dass man sich die Augen reibt. Und dann natürlich die völlig schrägen Taktarten: Das hier ist pure Mathematik. Bei den Taktwechseln und Rhythmusvariationen noch den Überblick zu behalten, dafür braucht man schon extremes Gefühl. Der Opener „Houdini Crush“ ist wie auch die gesamte Platte auf den ersten Höreindruck derart sperrig, schraubt sich aber dafür umso hartnäckiger ins Gehör und dann ins Gehirn. Auch bei „Hiccup“ ergeben sinistre Synkopen, mutige Melodien und wechselhafte Wendungen einen Mix, der einem zuerst strange vorkommt, dann aber umso mehr ans Herz wächst. Arone Dyers Stimme erinnert bei „In The Company of Fish“ an Anneke von Giersbergen, die vor gefühlten Ewigkeiten bei den Holländern von The Gathering gesungen hat. Kann aber auch daran liegen, dass die Gesangsmelodie mit gotischem Medieval-Flair flirtet. Zur Ölfass-Ästhetik der Eigenbauinstrumente gesellt sich völlig zerschossene Percussion, die die Bandmitglieder live auch noch nebenbei bedienen. Es muss ein ziemliches Schauspiel sein auf der Bühne.

Anstrengend ist diese Platte allerdings schon, aber trotzdem – oder gerade deshalb – man freut sich so, wenn man wie in „Cyclopean“ eine mitsingbare Hookline entdeckt, dass man die Strapazen des Ungewohnten schnell ins Herz schließt. Und es sei auch gesagt: Bitteschön mit dieser Musik intensiv beschäftigen. Als Hintergrundbeschallung eignet sich „General Dome“ nicht. Zuviel passiert hier, und es ist wie bei Tad Williams cyberintelligenten „Otherland“-Romanen: Wer einen Satz überliest, verpasst womöglich einen entscheidenden Hinweis, wer hier nicht richtig zuhört, dem entgeht möglicherweise ein perfekter Moment. Buke & Gase wissen, dass ihre Musik intelligenter, durchdachter und anspruchsvoller als 90 Prozent des Restes ist, aber sie machen das nicht, um anzugeben. Sondern einfach, weil es ihnen einfällt.

Schaut man sich an, was es über die Musiker zu erfahren gibt, heißt es, Arone Dyer habe in Ghana, El Salvador und Nicaragua gearbeitet, Aron Sanchez habe sich mit Arvo Pärt und Fugazi beschäftigt. Kein Wunder, dass diese Musik so weitgereist klingt, so visionär, unangepasst und losgelöst von Trends und gängigen Schemata. Warum sich auch auf ausgetretenen Pfaden bewegen, wenn man mit einem Blick über den Tellerrand derartige Großtaten schaffen kann? Gitarre/Bass-Hybrid und Bariton-Ukulele, Ihr seid mir so welche. Echt mal.

„General Dome“ von Buke & Gase erscheint am 22. Februar via Discorporate Records. Mehr unter www.bukeandgase.com

Hier noch aktuelle Tourdaten: 

22.04.2013 DE Berlin, Kantine am Berghain


23.04.2013 DE Hamburg, Hafenklang
24.04.2013 DE Dresden, Beatpol
25.04.2013 AT Krems, Donaufestival
26.04.2013 DE Muenchen, Strom
27.04.2013 DE Cologne, King Georg
08.-10.08.2013 DE Haldern Pop Festival


Einen Eindruck verschaffen könnt Ihr Euch mit diesem NPR Music Live-Auftritt:

Sonntag, 17. Februar 2013

Sonntags-Matinée: Frightened Rabbit – Pedestrian Verse

Vielleicht wird man in ein paar Jahren auch über den Insel-Indie sagen, dass er nicht tot ist, so wie ja auch der Punk immer wieder für reanimiert erklärt wird. Wenn das der Fall sein sollte, liegt es an Bands wie Frightened Rabbit.

Der New Wave of British New Wave-Hype liegt auch schon wieder ein paar Jahre zurück, und mancher muss die Erfahrung machen, dass das Musik-Biz von heute extrem schnelllebig. Ich meine, schaut Euch die Arctic Monkeys an. War es nicht erst gestern, dass sie gemeinsam mit Franz Ferdinand und Bloc Party dem Gitarrenrock neue Tanzschritte beigebracht haben? Und heute? Klingen sie wie ein müder Black Sabbath-Ableger, und in der Lyrics-Abteilung ist auch nicht mehr viel los. Oder die Editors: Suhlen sich inzwischen in gotisch-tristen Electro-Sachen, während die Gitarre im Eckt verstaubt. Klingt wie der alte Opa, der aus seiner großartigen Jugend erzählt? Und hat bitteschön jetzt was genau mit Frightened Rabbit zu tun? Geduld, darauf komme ich ja gleich noch zu sprechen.

Aaalso. Dem vor neun Jahren gegründeten Quintett ist es mit „Pedestrian Verse“ gelungen, ein Indie-Juwel abzuliefern, das eben im Lichte dieser Kurzlebigkeit von Trends einerseits fast schon nostalgisch anmutet, andererseits aber so zeitlos ist, dass es durchaus das Zeug zum Klassiker, mindestens aber zum Referenzwerk der Band aus Glasgow hat. Die hallenden Soundscapes des Openers „Acts of Man“ sind von einer irritierenden Schönheit, setzen auf Klavierklänge und rumpelige Samples, während Scott Hutchison mit diesem typisch leidenden Tonfall von Weltschmerz singt, den junge Männer eben so an sich haben, wenn sie in verkopften Bands spielen.  „I have never wanted more to be your man/And build a house around you/But I am just like all the rest of them/Sorry, selfish, trying to improve.“ Besonders hoffnungsvoll ist das nicht, wenn es um die im Garten vegrabenen Schädel geht, deren Grinsen sich nicht auslöschen lässt. Aber aus der religiösen Ecke ist auch keine Hilfe zu erwarten, wie sich in „Holy“ andeutet. Zu zweit lässt sich die ganze Verwirrung besser aushalten, vor allem wenn man sich versteckt und in Geheimsprachen redet: „The Woodpile“ ist der unbestrittene Höhepunkt dieser Platte, eine schleppende Hymne, düster aber doch noch halbwegs hoffnungsvoll.

„The winter of Mixed Drinks“ war schon stark, aber diesmal ist es ein Quantensprung. Die Band macht dafür auch Leo Abrahams verantwortlich, der als Produzent mit an Bord war: Er habe die Musik der Band in Gefilde gebracht, die man sich vorher nicht habe vorstellen können, sagt Scott Hutchison. Aufgenommen wurde im Monnow Valley Studio in Rockfield, South Wales. Abrahams hat in der Vergangenheit schon mit Brian Eno, David Byrne oder Grace Jones zusammengearbeitet.

Aber zurück zur Musik: Auch an anderer Stelle auf dieser Platte finden sich hallende Gitarren, die sich manchmal dramatisch auftürmen wie Wogen, manchmal andeuten, man könne ja auch tanzen hierzu. Nach einer knappen Dreiviertelstunde, in der man die Kauzigkeit von Wintersleep ebenso hier findet wie das Stylishe von Interpol, endet die Platte nach all den dunklen Wolken mit einem winzigen Silberstreif: „We’ve still got/Hope so I think we’ll be fine/In these disastrous times, disastrous times.“ Aber dass sie unselig sind, daran besteht kein Zweifel.

„Pedestrian Verse“ von Frightened Rabbit ist am 15. Februar bei Atlantic Records erschienen. Mehr unter www.frightenedrabbit.com. Auf dem Youtube-Kanal der Band gibt es ein dreiteiliges Making of des Albums. Hier seht Ihr noch einen Live-Auftritt bei der schottischen BBC, wo eben das geniale „The Woodpile“ gespielt wird.

Samstag, 16. Februar 2013

Hörtest: Biffy Clyro – Opposites

Ob Zeps „Houses of the Holy“,  „In Your Honor“ von den Foo Fighters oder, ähm, „Gräusch“ von Die Ärzte: Die Geschichte des Rock ist voller ambitionierter Doppelalben, die mal besser, mal weniger gut gelungen sind. Nun fügt das schottische Trio Biffy Clyro seine eigene Vorstellung vom dualen Rockdoppel dem Kulturkanon hinzu. 

In den vergangenen Jahren haben die drei Musiker aus Ayrshire einen großen Sprung gemacht: Zwar gelten auch ihre Alben vor „Only Revolutions“ als Perlen, aber mit dem 2009er-Album brachten Biffy Clyro es zum kommerziellen Erfolg. Wenn Deine Musik als ZDF-Fußballuntermalung dient und Du im Wembley-Stadion spielst, weißt Du: Das ist jetzt ganz oben. Manche vergleichen Biffy Clyro schon mit den Foo Fighters – und was sie da an Hymnen auf „Opposites“ auffahren, kommt das schon ganz gut hin. Und ähnlich wie Dave Grohl und Co. sind auch Simon Neil, James Johnston und Ben Johnston Experten im Aufeinanderhetzten von wunderschön weichen Klängen und monströs-muskulösen Hulk-Ausbrüchen. Beides gibt es auch auf „Opposites“ in Reinform.

Man muss allerdings dazu sagen: Wer das Werk in seiner vollen Form genießen will, muss sich die Doppel-CD holen. Sechs Songs mehr gegenüber der einfachen Variante, die sich dagegen wie ein Destillat ausnimmt – wenn auch mit den zugegebenermaßen besten Songs. So ist etwa das sich emporschwingende „Stinging Belle“ ein Beispiel dafür, dass Dudelsäcke in Songs nichts mit penetrantem Mittelalterrock zu tun haben müssen. Oder „Black Chandelier“, das so balladesk anfängt und sich zum oberheftigen Ohrwurm entwickelt. Rasante Rockausritte finden sich ebenso wie zarte Momente, die wie Regen von einem Fenster abperlen. Und ganz ehrlich: Hier gibt es so viel zu entdecken, dass ich immer noch dabei bin, die vielen Facetten zu erkunden. Mal schauen, wann ich fertig bin. Eine Kaufempfehlung kann ich jedenfalls schon aussprechen.

„Opposites“ von Biffy Clyro ist am 25. Januar bei Warner Music erschienen. 
Mehr: www.biffyclyro.com

Hier noch das Video zu "Black Chandelier":

Freitag, 15. Februar 2013

Video: ...Trail of Dead - Lost Songs

Was war noch die Woche? Oh ja, ein neues Video von ...Trail of Dead: Sie bebildern den Titelsong ihres letztjährigen Albums "Lost Songs" mit einem Clip, der die Hyperaktivität und das Hektische einfängt, ganz nach dem Motto: Warum nur ein Bild zeigen, wenn man den Bildschirm auch in acht Teile splitten kann?

Donnerstag, 14. Februar 2013

Hong Faux mit neuem Video und neuen Tourdaten

 Hong Faux sind bei mir letztes Jahr ein bisschen untergegangen, aber langsam erschließt sich mir der coole schwedische Bastard aus Metal-Klängen- und Stoner-Rock. Jetzt gibt es ein neues Video und neue Tourdaten:

22.03. ROCKPALAST @ Harmonie - Bonn (WDR Rockpalast Aufzeichnung)
25.03. Zwölfzehn - Stuttgart
26.03. Druckluft- Oberhausen
27.03. Museumskeller - Erfurt
30.03. Kino - Ebensee (AT)
31.03. Garage Deluxe - München
03.04. Exil - Göttingen
04.04. MarX - Hamburg
05.04. Bastard Club - Osnabrück
06.04. White Trash - Berlin

Dienstag, 12. Februar 2013

Hörtest: Reza - Superman

Eigentlich sollte man meinen, irgendwann ist alles gesagt. Es gibt ja nur acht Noten. Trotzdem schaffen es Musiker immer wieder, sie so zusammenzusetzen, dass etwas dabei herauskommt, was anders ist. Reza zum Beispiel. Der französische Songwriter wandelt auf den Spuren von Leisetretern wie Leonard Cohen - und zelebriert mit seinen Songs Ruhe inmitten der hektischen Webwelt. 

Paris ist nicht nur für Owen Wilson eine Oase der Inspiration, als er in Woodie Allens "Midnight in Paris" durch die Straßen der großartigen Hauptstadt Frankreichs traumwandelt. Reza, Songwriter aus der Metropole an der Seine, legt mit "Supermaan" nun sein drittes Album vor. "I know a thing about darkness" singt er in "Love Goes On", und das stimmt auch. Auch wenn man nicht in Depressionen versinkt, happy-go-lucky ist das hier nicht. Die Instrumente geben sich meist ruhig und zurückgenommen, was twangende Gitarrenkleckse in "A Day Of My Life" noch mehr hervorstechen lässt. Melancholie herrscht vor, und wer Nick Drake, Elliott Smith oder auch die Buckley-Sippe goutiert, wird hier sicher glücklich. Ebenso jene Menschen, die sich in den artifiziellen Storywelten eines Wes Anderson verlieren können. Dass dazu keine oberflächlichen Phrasen gedroschen werden, ist klar. Rezas Texte drehen sich um Liebe, Schmerz, Verlust und Hoffnung, die dem trotzt. Manchmal verstecken sich die heftigen Texte auch in gefälliger Aufmachung "Shame On You" ist so ein Song.

Die Stücke kommen alle im handlichen Drei-Minuten-Format daher, kurze Momentaufnahmen, fast schon nostalgische Polaroidaufnahmen, denn die Musik schert sich nicht um Trends, lässt Streicher schmelzen ("Flying Girl II") und im nächsten Moment von treibenden Beats ins Urbane kippen, während Orgelfetzen den Rhtythmus vorgeben. Ein Album, das den Wunsch weckt, diesen Mann live auf der Bühne zu sehen. Kleiner Ausflug an den Bodensee gefällig? Schön wär's. Die Einladung steht jedenfalls. Ach ja, eins noch: Das ist übrigens nicht Tom Cruise auf dem Cover.

Mehr unter www.reza-music.com. Das Album kann man via Bandcamp hören und auch digital kaufen. Hier seht Ihr das Video zu "The House At The Airport". 

"Toast To Freedom": Heute Abend Video-Chat mit Anti-Flag und Amnesty International


Ich hab Euch doch letztens von "Toast To Freedom" gehört, der Anti-Flag-Donots-Billy-Talent-Beatsteaks-Kollaboration für Amnesty International. Noch eine gute Nachricht für Kurzentschlossene und Daheimgebliebene: Heute Abend (Dienstag, 12. Februar) leiten Anti-Flag und Amnesty International um 22.30 Uhr deutscher Zeit einen kostenlosen Video-Chat leiten. Thema: der Release der Benefiz-Single.

Mit dabei sein werden neben Chris #2 (Bassist & Band-Kopf  von Anti-Flag) auch der Grammy-nominierte Songwriter Carl Carlton (aus dessen Feder "Toast To Freedom stammt) sowie Carlos Mauricio aus El Salvador, ein ehemaliger politischer Gefangener. Im Chat können Fans aus aller Welt dann mit den Musikern über das Projekt und den Song zu sprechen, aber auch von Carlos Mauricio mehr über die Arbeit von Amnesty International erfahren, heißt es in einer Pressenotiz des Promoteams.


Der Video Chat startet heute Abend um 22.30 Uhr hier:
http://tinychat.com/toasttofreedom


Anti-Flag`s Version von "Toast To Freedom", bei der die US Polit-Punks musikalisch unterstützt werden von den Donots sowie Mitgliedern von Billy Talent und den Beatsteaks, ist vergangene Woche Freitag erschienen und schaffte prompt den Sprung in die Amazon Mp3 Rock-Charts. Der Song ist auf allen Download-Plattformen sowie im Handel als 7" Vinyl-Single erhältlich. Alle weltweite Erlöse der Verläufe werden zu 100 Prozent Amnesty International zugute kommen, versprechen die Macher.


Montag, 11. Februar 2013

Walter Schreifels kommt auf Tour


Der Mann hat offenbar trotz aller Aktivitäten noch Zeit für anders: Walter Schreifels hat eine wiedervereinigte Band namens Quick Sand, ist auch mit Rival Schools umtriebig und dann gibt es ja auch noch die Gorilla Biscuits. Ohnehin alles Namen, die den Musikkenner mit der Zunge schnalzen lassen. Jetzt geht er solo auf Tour und beehrt uns für fünf Konzerttermine. Schreifels, das war der mit Youth of Today und so, nur nochmal zur Erinnerung. Solo hat er 2010 "An Open Letter To The Scene" veröffentlicht. Das Album hat mit den Hardcore-Klängen, denen er sonst frönt, nicht viel zu tun, sondern kam eher ruhiger daher. Oben seht Ihr übrigens, wie es klingt, wenn er Agnostic Front covert.

Hier die Daten:
04.03.2013 Cologne – Blue Shell (+Band)
07.03.2013 Kassel – Arm (+Band)
11.03.2013 Hamburg – Hafenklang
12.03.2013 Münster – Gleis 22
13.03.2013 Stuttgart – Juha West

Freitag, 8. Februar 2013

Video: Matt Skiba - Haven't You

 Er ist schon ein Düsterromantiker, der gute Mister Skiba. Vermutlich wäre er in den 80ern auch ganz gut aufgehoben gewesen, New Wave, Dark Wave, whatever. Aber gut, dass wir ihn heute haben, so können wir uns nicht nur an Alkaline Trio freuen, sondern auch an seinen Solo-Ausflügen wie "Babylon" (2012). Zum Song "Haven't You?" gibt es jetzt einen Videoclip. Gut geeignet für Menschen, die Wert auf Texte legen. Ein Interview mit Matt Skiba, das ich fürs SLAM gemacht habe, könnt Ihr hier lesen, falls Ihr es noch nicht kennt.

Donnerstag, 7. Februar 2013

Hörtest: Navel – Loverboy

Auch auf die Gefahr hin, Klischees breitzutreten: Das klingt alles nicht nach eidgenössischer Bergidylle, sondern nach der weiten Welt, der neuen Welt. Navel zelebrieren ihren psychedelisch angehauchten Bluesrock-Bastard mit Coolness, Souveränität und einem Gespür für prägnante Melodien. Ein Glanzlicht des noch jungen Jahres. 

Es gibt eine Szene, wenn man das so nennen kann, auf „Loverboy“, da glaubt man, sich an ein Country-Lagerfeuer verirrt zu haben. „I'll Bury My Luck In This Town“ heißt der Song und schürt mit akustischen Tupfern und wehmütiger Pedal Steel Guitar die Sehnsucht nach Urwüchsigkeit. Aber dieser Moment ist nicht von Dauer, denn dann erdet Dich „Barrels of Love“ mit knarzendem Bass und stampfendem Rhythmus, ein Song, auf den Oasis ein bisschen beidisch wären, gäbe es sie denn noch. Den ebenfalls von den Gallagher-Brüdern verehrten 60er-Jahren nähert sich dann der „Sweetest Song“ stark an, mit surfiger Gitarre und Roy-Orbison-Gedenk-Beats. Navel haben mit ihre großartigsten Momente, wenn sie völlig vom Leder ziehen wie in „Hollow Sky“. Kein Wunder, dass sie schon als Vorband von den Queens Of The Stone Age oder Wolfmother im Einsatz waren. Ähnlich wie die gefallen sich die Musiker aus Basel in coolen Riffgewittern, monströsem Rock und hin und wieder auch swingenden Boogie-Wogen, siehe „Love Her (Before She's Gone)“. Das Ganze profitiert davon, dass es genügend Ecken und Kanten gibt, an denen man sich stoßen kann, glattpoliert überlässt man anderen. Auf bestechende Weise geben sich hier Blues-Sprengsel, Stoner-Einflüsse und Rock-Rüpeleien die Klinke in die Hand. Und dann in „Right Next To The Fire“ gibt es Pathos ohne Kitsch, Solieren ohne Peinlichkeiten. Muss man auch erstmal können. Viel Zeit lassen sie sich dann am Ende in „Shine On“, über zehn Minuten geht der Song auf dynamische Reisen und sie bringen ihn heile heim. Ein bisweilen düsterer, aber extrem spannender Trip durch einen vertrauten, aber eigenwillig interpretierten Klangkosmos.

„Loverboy“ von Navel erscheint am 8. Februar via Noisolution. Mehr unter www.navelband.com 
Hier seht Ihr das Video zu "The Sun For Me". 

Mittwoch, 6. Februar 2013

Video: Cancer - I Felt Hope


Die Schweizer Punkrocker von Cancer haben ein neues Video veröffentlicht: Den Song "I Felt Hope" bebildern die drei Musiker aus Basel mit einem klassischen Band-Clip im Wald. Melodisch und sehr einprägsam der Song, der auf der EP "The Weight Of The World" (Flix Records) im vergangenen Jahr erschienen ist. Wer sich mal ein Bild von den Live-Qualitäten machen will: Nach einer Tour mit A Loss For Words letztes Jahr und als Support für so unterschiedliche Bands wie Jupiter Jones, Broilers oder Less Than Jake kommt jetzt die Tour mit den Megazündern Apologies, I Have None und The Ataris.

Hier die Daten:
w/ Apologies I Have None
06.02.2013 CH-Zürich - Werk 21
07.02.2013 CH-Genf - Le Contretemps
08.02.2013 CH-Buchs - Krempel
09.02.2013 CH-Basel - Sommercasino
Headlining Shows:
15.02.2013 CH-Luzern - Schüür
16.02.2013 CH-Chur - Palazzo
24.02.2013 CH-Solothurn - Kofmehl
w/ The Ataris
16.04.2013 FRA-Lyon - La Marquise
17.04.2013 FRA-Paris - Backstage by the Mill
18.04.2013 CH-Basel - Sommercasino
19.04.2013 CH-Lyss - Kufa
20.04.2013 A-Kapfenberg - Overdrive Festival
21.04.2013 A-Wien - B72
23.04.2013 D-Berlin - Bi Nuu
24.04.2013 D-Hamburg - Headcrash
25.04.2013 D-Köln - MTC
26.04.2013 LUX-Luxemburg - Kulturfabrik
01.05.2013 D-Stuttgart - 1210
03.05.2013 ESP-Madrid - Independance
04.05.2013 ESP-Barcelona - Apolo 2
08.05.2013 ITA-Milano - Lo Fi
09.05.2013 ITA-Roma - Traffic
10.05.2013 ITA-Livorno - The Cage
11.05.2013 ITA-Pinarella - Rock Planet