Montag, 9. Dezember 2013

The Kiss'n'Kills: rocken auf Platte - und am Freitag live in Ulm

Wohl der Band, die zwei Städte als ihre Homebase bezeichnen kann. Denn dann hat man im Falle eines Heimspiels immer einen Schlafplatz. The Kiss'n'Kills zum Beispiel, obwohl es bei sieben Bandmitgliedern gut kuschelig werden dürfte. Jedenfalls: In Ravensburg haben sie erst vor kurzem gezeigt, was schweißtreibender Rock mit Bläsern ist - jetzt ist die zweite Heimat Ulm an der Reihe. Am Freitag, 13. Dezember, spielt das Septett im Hemperium. Ein Unglückstag wird das also nicht. Das neue Album "Dead & Gone" liegt seit November vor. Und zählt zu den besseren Veröffentlichungen, wenn es um Rockbands aus der Region Oberschwaben geht. 

Rocken hart: The Kiss'n'Kills.
                     Foto: Daniel Drescher
Klar war das schon länger. Beim Southside-Bandwettbewerb der Schwäbischen Zeitung mussten sich The Kiss'n'Kills vergangenes Jahr um Haaresbreite den Reutlingern von Walter Subject geschlagen geben. Aber eben ganz ganz knapp. Die Band um Fronter Alex Wiest zeigt auf ihrem ersten Studioalbum in voller Länge, wie man punkig angehauchten Rock'n'Roll mit Bläsern zusammenbringt, ohne dabei peinlich zu klingen. "Dead & Gone" hat viele schöne Momente, die hängenbleiben. Die leicht wehmütigen Bläser in "Night Owl", die an die großartige Mardi Gras.BB erinnert. Zuvor schon den derben Einstieg mit dem Titelsong, der die Platte eröffnet. Die akkurat zurecht gezimmerten Gitarren in "Slow Rider". Den Stakkato-Beginn von "Caught Between". Immer wieder kommt Alex Wiests Stimme dazwischengebrettert und wirkt mit ihrem leichten Bon Scott-Timbre rotzig und entschlossen. Einen balladesken Moment und Reggae-Feeling erleben wir in "Breakthrough", und überhaupt ist immer wieder mal ein Off-Beat im Spiel.

Die Songs sind simpel gehalten, die Zutaten wiederholen sich. Progressive-Rock-Geschwurbel überlassen die Sieben anderen - hier herrscht der Rock. Oder, um die Band beim Wort zu nehmen: der "Kick-brASS-Punk'n'Roll", wie die Musiker ihr höchst tanzbares Klanggebräu nennen. Aufgenommen haben sie das Album mit Produzent und Tontechniker Matthias Mezger.

Fazit: Auch auf Platte überzeugen The Kiss'n'Kills. Weil es sich aber schlecht alleine im Wohnzimmer pogt, sollte man die Chance nutzen, wenn man die Band live sehen kann. Wie gesagt: Freitag in Ulm.

Mehr von der Band: Das Album kann man bei Bandcamp kaufen. Die offizielle Internetseite: www.thekissnkills.com. Hier gibt's übrigens noch eine akustische Version des Titelsongs zu sehen: 


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