Dienstag, 26. November 2013

Metal-Flashback: Rage lassen den Himmel voller Geigen hängen



 Früher, also wirklich früher, im vergangenen Jahrtausend, war ich Metaller. Was keine bis elf verzerrten Gitarren hatte, war egal. Egaler ging nicht. Auf den Trichter gebracht haben mich allerdings nicht die Klassiker. Nicht Maiden, nicht Priest. Okay, als Kind fand ich Deep Purple toll. Aber zum Metal haben mich andere gebracht. Rage. Nicht against the machine, die machten Rap-Rock. Rage. Einfach Rage. Aus Herne. Kennt heute jeder, der "Der Schuh des Manitu" gesehen hat. Stirb, Mainstream, stirb.

Aber warum ich das alles erzähle: Flashbackville grüßt mal wieder. Manchmal hat man so Phasen. Und Rage haben mich damals mit "Lingua Mortis" bekommen. Metal plus Orchester. Macht heute jeder? Und was höre ich da? Metallica mit ihrem S&M waren Pioniere? Naja...Rage waren 1996 sehr viel früher dran und sind wirklich Pioniere. 

Jetzt bin ich wieder auf den Auftritt im E-Werk in Köln gestoßen, den ich damals auf Video (!) aufgenommen hatte. Ja, es waren die 90er. Damals hatte Peavy noch lange Haare (die zugegebenermaßen schon recht dünn wurden, weswegen sie irgendwann abrasiert wurden). Und ein paar Kilo weniger brachte der da auch noch auf die Wage. Seine Stimme war allerdings damals wie heute unverkennbar. Im Konzert zelebrieren Rage die Songs von "XIII", dem zweiten Klassik-Album. Bis heute haben sie immer wieder die Nähe zum Orchester gesucht. Und ich höre immer wieder hin. Wie beim Kino: Es muss nicht immer Autorenkino sein. Ich will auch mal epische Schlachten wie im Herrn der Ringe erleben. Rage liefern mit ihrem Klassik-Metal den Soundtrack dazu. 

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