Freitag, 12. Juli 2013

Hörtest: Paper Arms - The Smoke Will Clear

Immer wenn man denkt, alles sei gesagt, kommt einer, der es auf andere Weise sagt. Paper Arms sind auch wieder so ein Fall. "The Smoke Will Clear" ist mehr als Schall und Rauch. 

Am Anfang denkt man, das ist jetzt der Hardcore-Pathos und gleich stürzen die Breakdowns über Dir zusammen. Dann ist es aber doch eher Punkrock, der sich aber auch mal Jimmy Eat World und Fall Out Boy (als sie noch gut waren) reingezogen hat. Paper Arms aus Australien werden derzeit als heiße Sensation gehandelt. Ich muss zugeben: Sie hauen mich nicht von den Socken wie zum Beispiel Faves wie  La Dispute, aber was sie da auf ihrem Debüt abliefern, ist schon ziemlich beeindruckend. 14 Songs in 36 Minuten - aber so intensiv, dass man die Spielzeit nicht als zu kurz empfindet. Zwei Jahre nach der Gründung bekam das Quartett Besuch von Walter Schreifels (Gorilla Biscuits, Rival Schools, Quicksand). Der nahm die Songs mit ihnen auf und ist bis heute ein Mentor für die Musiker. Ein Ritterschlag, keine Frage. Und sicherlich, Songs wie "These Nights" gehen ins Ohr und ans Herz. Die Texte sind mit der Tätowiernadel geschrieben, dann hat jemand ordentlich Rotwein drübergekippt und die Flecken mit der Stahlbürste weggeschrubbt. Zu diesen Klängen werden sich vor der Bühne mal wieder junge Männer erst anrempeln, dann ein Bier in die Hand drücken und dann gemeinsam Textzeilen wie "I hope this road swallows us whole" zubrüllen. Und dieses Ende mit "The Heart Within". Das taugt schon. Vor allem, wenn man ein paar Durchgänge mehr riskiert. Wer mit Boysetsfire auf Tour geht, liefert wohl auch kein Easy Listening ab. Aber es lohnt sich. 

"The Smoke Will Clear" von Paper Arms ist am 31. Mai bei Uncle M erschienen. Mehr unter www.facebook.com/paperarmsmusic. Hier noch das Video zu "Tanks of Dust".

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