Sonntag, 28. Juli 2013

Hörtest: The Front Bottoms - Talon of the Hawk

Neuer Stoff für alle, die schon mit dem Debüt süchtig geworden sind: Die beste Lo-Fi-Band seit den Thermals legt mit "Talons of the hawk" ein Zweitwerk vor, das selbstbewusst die Hits zur Sommerhitze liefert. The Front Bottoms sind gekommen, um zu bleiben. Jedenfalls, wenn Ihr meine Stereoanlage fragt.

Gegenüber dem Debütalbum haben sich The Front Bottoms einen dickeren Sound zugelegt. Während der Erstling noch nach DIY-Kassettenrekorder klang (was durchaus positiv zu verstehen ist), sind die Songs des Nachfolgers deutlich produzierter. Nichts verändert hat sich hingegen am hypnotisierenden Gesang von Brian Sella. Nach wie vor nölt er uns mit der markantesten Stimme seit Hutch Harris (The Thermals) einen vor, und wir lauschen gebannt.

Dazu kommt eine Melange aus Stromgitarren, die auch mal mit Effekten verfremdet sind ("Peach"), aber immer entweder leicht angecruncht oder akustisch mitmischen. Und auch genreunytpische Instrumente wie Trompete oder Akkordeon ("Au revoir") tauchen auf. Tanzbare Beats tun den Rest, um mit der guten Laune ins Haus zu fallen. Manchem wird das zu nah am Poppunk gebaut sein, aber hey, wenn die Songs stimmen - wo ist das Problem? Und es muss ja nicht immer trübe Melancholie sein. Die können wir uns ja im Herbst dann wieder reintun. Um mit dem Namen zu spielen - die Band hat einen Arsch in der Hose, aber mit einem Twist. Manchmal braucht es eben nur zwei Kumpels, die sich Instrumente schnappen. So hat es bei den Front Bottoms angefangen. Spannend, wie es weitergeht.

"Talon of the Hawk" von The Front Bottoms ist am 7. Juni via  Bar None Records erschienen. Mehr Infos unter www.thefrontbottoms.com.

Hier noch ein Aukustikauftritt mit "Twin Sized Mattress".

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