Dienstag, 26. März 2013

Hörtest: Callin Tommy - One Of The Gang

Bei Anruf Rock: Callin Tommy setzen auf ihrem Debütalbum auf direkte, schnörkellose Songs. Das Ergebnis: Ein direktes, schnörkelloses Debüt. 

Ganz klassisch: Der Bass (Szymmi)  dribbelt vor, die Drums (Anja) rollen mit, das Gitarrenriff (Marco und André bedienen die Sechssaiter)  grätscht rein. Bis dahin ist es Rock. Dann spielt sich die vorwitzige Trompete in den Vordergrund und bringt den Off-Beat mit. "We are Callin Tommy and we are here to rock" bringt es Sängerin Inga Stang noch in den ersten eineinhalb Minuten auf den Punkt. Klare Ansage. Und das tun sie dann auch. Metal, Punkrock uns Ska bringen die fünf Musiker aus Braunschweig auf ihrem Debüt "One Of The Gang" unter einen Hut. 12 Songs, 39 Minuten. "Nightmare" gefällt mit zweistimmigen Gitarren, "King and Queen" eignet sich möglicherweise für Airplay auf einschlägigen Radiosendern, die unter Musik mehr verstehen als Einheitsbrei. Bei "Dia De Los Muertos" gibt es bluesig angehauchte Licks und Surf-Hawaii-Effekte, dann kommt wieder der Ruf auf die Tanzfläche, während Inga auf spanisch singt. "Gogogo" hat bei Iron Maiden den Gitarrenpunch abgeschaut, während "Evil Creatures" mit B-Movie-Charme spielt. Und am Ende steht eine Klavierballade mit Streicherschmelz: "Lost in Love" ist Herzschmerz und schöne Melodien. Spielfreude, Enthusiasmus sind dem Quintett deutlich anzuhören. Das ist nicht revolutionär, aber handgemacht und macht Lust auf die Live-Auftritte, die landauf landab einen guten Ruf genießen. Wer noch mehr wissen will: Die Rezi zur selbstbetitelten EP gibt's hier zu lesen.

"One Of The Gang" ist am 15. März bei Timezone erschienen. Mehr unter www.callintommy.de.
Hier könnt Ihr noch das Video zu "King and Queen" sehen:

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