Donnerstag, 12. Juli 2012

Hörtest: Pagan Altar – The Time Lord

Wer Doom nicht für ein Computerspiel hält und Black Sabbath nicht bloß aus The Osbournes kennt, sollte mal Pagan Altar sein Ohr leihen. Schleppende Ohrwürmer aus einer anderen Zeit. Kauzig und verschroben.

Erfolgreich waren sie nie wirklich, da hat die New Wave Of British Heavy Metal andere nach oben gespült. Terry und Alan Jones, das sind Vater und Sohn. Eine untypische Geschichte, denn sie existierten von 1978 bis 1982, und taten sich 2004 wieder zusammen. Zwei Alben haben sie in der Neuzeit aufgenommen, “Lords of Hypocrisy” (2004) und “Mythical and Magical” (2006). Jetzt erscheint die EP „the Time Lord“ mit Songs von 1978 und 1979 erstmals auf CD, für die zweite Jahreshälfte 2012 ist das neue Album mit dem selbstironischen Titel „Never Quite Dead“ geplant. Auch weitere Re-Releases sind geplant.

Sagen wir mal so: Wer auf Black Sabbath steht, oder auch für die schwer angesagten Retro-Wellenreiter wie The Sword oder The Devils Blood ein Faible hat, kann hier schon schwach werden. Zumal die EP mit über 30 Minuten Spielzeit (Bei fünf Songs) durchaus value for money bietet. Allerdings muss man schon auf diese Welt stehen. „The Black Mass“ - Songtitel, die alles sagen. Texte, die von „laser beams“ handeln, in Parallelwelten führen, Okkultismus-Gedöns – wer das nicht ab kann, wird hier nicht glücklich. Die Produktion ist genauso wie man das damals gewöhnt war: Direkt, warm, analog. Die Gitarre darf sich austoben, nach Herzenslust solieren. Hat schon was. Als Metal-Häppchen zwischendurch macht „The Time Lord“ viel Spaß.

„The Time Lord“ von Pagan Altar erscheint am Freitag, 13. Juli (wann auch sonst...) via Cruz Del Sur Music. Mehr unter www.paganaltar.com. Einen Vorgeschmack auf das neue Album gibt's hier mit dem Clip zu "Dance of the Vampires".

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