Samstag, 2. Juni 2012

Protest ist nicht nur was für Punks: Joan Baez im Interview

Das mag jetzt nicht das sein, was man sonst auf Tinnitus Attacks erwartet. Aber wer Bob Dylan genial findet und sich mit ihm beschäftigt hat, stößt unweigerlich ohnehin auf Joan Baez. Obwohl ich die Dame von einem Woodstock-Sampler kenne, auf dem sie den Song "Joe Hill" singt. Joe Hill...das war dieser Gewerkschaftsaktivist, dem auch Anti-Flag auf ihrem neuen Album "The General Strike" einen Song gewidmet haben.

Nicht die einzige Parallele zwischen Baez mit ihrer sanften Sopranstimme und den Hardcore-Punks aus Pittsburgh: Bei der Vorbereitung des Interviews merkte ich, dass ich ein paar Fragen, die ich kurz zuvor bereits Chris #2 und Pat Thetic in Stuttgart gestellt habe, im Grunde eins zu eins auch an Joan Baez weitergeben kann - sogar muss. Denn auch der 71-Jährigen liegt der Protest am Herzen, sie unterstützt die Occupy-Bewegung und sie erwartet nicht so sehr viel von den Wahlen in den USA. Das Interview habe ich für die Schwäbische Zeitung geführt, erschienen ist es am 31. Mai. Per Klick aufs Bild könnt Ihr es lesen (evtl. abspeichern und dann vergrößern für lesbare Schrift).Wer sie live sehen will: Am 5. Juni spielt Joan Baez ein Open-Air-Konzert in Schloss Salem.

Hier noch zwei Videos: "1915" von Anti-Flag (das mit Joe Hill) und dann "Joe Hill" von Joan Baez, live bei den Occupy-Protesten. Schon erstaunlich, wie nah sie sich sind, auch wenn die Musik komplett anders ist.





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