Montag, 13. Februar 2012

Wiederentdeckt: La Vela Puerca besetzen meine Stereoanlage



Manchmal schaut man so seinen Plattenschrank durch und stößt dabei auf vergessene Perlen, die man eine Weile nicht mehr gehört hat. So ging's mir in den vergangenen Tagen mit La Vela Puerca. Für mich entdeckt habe ich die Ska-Punkrocker aus Uruguay im März 2004, da waren sie Vorband von Die Ärzte auf deren Unrockstar-Tour. In ihrem Heimatland waren die acht Musiker da schon Stars. Die Mischung aus tanzbaren Rhythmen, Bläsern und Ska-Sounds zündete mächtig und machte schnell süchtig. Der Fall war klar: Die muss ich wiedersehen. Im Mai spielten die sympathischen Musiker dann im Kulturladen in Konstanz. Ich werd wohl nie vergessen, wie ich ein paar Typen vor dem Konzert angesprochen hab und nach Karten fragte. Sie konnten mir nicht antworten, weil sie mich nicht verstanden haben - ich hatte die Musiker von La Vela Puerca angesprochen. Oh. Sorry.

Immer, wenn La Vela Puerca in der Nähe waren, war ich dann auch dort. Beim U&D in Lindau, im Club Vaudeville selbst - bisher war ich Headbangen auf Konzerten gewohnt, jetzt lernten meine Beine das Tanzen. Noch bevor ich eine Scheibe von den Arctic Monkeys in die Hände bekam. Erstaunlich, welche musikalischen Welten einem plötzlich offenstehen, wenn man nicht mehr voraussetzt, dass Gitarren maximal verzerrt braten müssen.Oben seht Ihr "Leenos de Magia", den Opener von "Contraluz" (2005).

Und jetzt läuft sie wieder rauf und runter, die Klassiker-Platte "De bichos y flores" (2001). Übrigens dreifach Platin-veredelt, dieses Album. Mal schauen, wann sich die Nachbarn beschweren. Wegen zu lauten Tanzens. 

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