Freitag, 23. Dezember 2011

Jahresrückblick 2011, Teil 3: Konzerte des Jahres / Bücher und Filme

Musik, Literatur und Film durchdringen sich gegenseitig. Darum noch ein kurzer Blick auf Bücher und Filme, die mich 2011 besonders begeistert haben. Und: Die besten Konzerte des Jahres. Die zuerst. 


Konzerte des Jahres (mit Klick auf den Link kommt ihr zur Konzertkritik):



1.) ...Trail of Dead im Whelans in Dublin: Ein winziger Club in Irlands Hauptstadt. 200 Leute, die heiß auf die chaotisch-komplex zockenden Texaner sind. Mein Platz: Erste Reihe vorne rechts, neben den Boxen. Jetzt weiß ich, was Tinnitus Attacks bedeutet. Die Ohren haben sich wieder erholt, der Eindruck ist geblieben.

2.) Flogging Molly im LKA Longhorn in Stuttgart: Ich habe noch nie so viele Arme in der Luft gesehen. So viele Leute mitsingen und abgehen sehen. So lebensfrohe Folkpunk-Hymnen gehört. Eine so sympathische Band im Interview erlebt. Ein Guinness zur Begrüßung, darüber komme ich immer noch nicht weg.

3.) The Thermals im KiFF in Aarau: Lo-Fi-Indie, ick liebe Dir. Hutch Harris, Westin Gas und Kathy Foster rocken sich im coolsten Club der Schweiz um den Verstand - und uns gleich mit. Lieber Weihnachtsmann, ich wünsche mir von Dir, dass die Thermals nächstes Jahr wieder auf Tour kommen. Ich bin auch immer brav. Naja. Meistens.



Buch des Jahres (Erscheinungsjahr 2011):
Colum McCann - Die große Welt.

Eigentlich passiert einem das bei Platten, dass man vom Cover zum Kauf animiert wird. Merke: Bücher immer gleich kaufen, wenn sie einem gefallen. Sonst vergisst man den Titel und sucht ewig. Wir haben uns zum Glück dann doch noch gefunden. Ein Buch über zwei Brüder, über New York, über Schicksale, die sich kreuzen. Die perfekte Querverbindung zu The Low Anthems "Boeing 737". Klar, dass ein Buch über New York und die Twin Towers nicht ohne Post-9/11-Erdung auskommt. Für mich in einer Liga mit Jonathan Franzen.


Buch des Jahres (gelesen 2011):
Stephen King - Es.
Ich bin spät dran. Jahre nachdem es alle anderen gelesen haben, endlich diesen über 1000 Seiten zählenden Roman bezwungen. Was soll ich sagen: Der Horror-King ist lange nicht so trivial wie viele meinen. Aus klassischen Horror-Elementen, einer Freundschaft, die fürs Leben hält, und seinem bildhaften Stil wird hier ein Epos, das zwischen Vergangenheit und Gegenwart pendelt. Beschreiben kann er wie kein zweiter. Ich hab mir die Paul Bunyan-Statue exakt so vorgestellt, wie die Google Bildersuche sie zeigt. Nach dem Dunklen Turm das beste Buch von King.

Film des Jahres: 
Super 8. 
Mann J.J., warum hast Du Dich aus dem geplanten Mega-Filmprojekt ausgeklinkt und willst Stephen Kings Dunklen Turm (eben sprachen wir noch in Sachen Bücher davon) jetzt doch nicht verfilmen? Der Schöpfer von "Lost" hätte das hinbekommen. Wenn es einer hinbekommen hätte, dann ja wohl er. Super 8 zeugt mal wieder vom Einfallsreichtum des Regie-Wunderknaben. Obwohl er bekannte Sujets nutzt - Aliens, Kinderfreundschaften, Filmnerds -, haben wir es hier nicht nur mit einem liebevoll nostalgischen, sondern vor allem mit einem fesselnden und überzeugenden Film zu tun. Ähnlich gut fand ich 2011 nur "True Grit". Hier noch der Trailer zu "Super 8".

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