Montag, 20. Juni 2011

Festival-Highlights: Die Foo Fighters haben Sound-Steroide verschluckt

Rock-Perfektionist: Dave Grohl, Foo Fighters.                          Foto: Drescher

Back with a bang: Die Foo Fighters haben am Freitag beim Southside bewiesen, dass sie noch immer gehörig Hummeln im Hintern haben. Allen voran Dave Grohl, der über die Bühne rennt wie besengt, und aus seiner Gitarre die rüden Riffs kloppt, die genau wie diese unglaublichen Melodien ein Markenzeichen der Band sind. Kein Vergleich zum drögen 2008er-Auftritt am Southside, wo man glaubte, satte Rockrentner vor sich zu haben. Eine Band auf Steroiden. Musikalisch betrachtet.

Grohls blondes Double an den Drums, Taylor Hawkins, spielt sich den Arsch ab und treibt die Songs nach vorne. Wieder-dabei-Gitarrist Pat Smear steht die meiste Zeit auf einem Fleck und grinst vor sich hin, Marke Honigkuchenpferd. Die Songauswahl passt: Der Einstieg mit "Bridge is Burning" ist genauso heftig wie erhofft, dann folgt Schlag auf Schlag. Während es regnet, rattert die Hitmaschine: "Learn To Fly", "Breakout" ,"My Hero", dazwischen immer wieder neue Songs wie die Rotzbombe "White Limo".

Ein großartiges Cover: "Young Man Blues" von Mose Allison, das sich auch The Who schon vorgeknöpft haben. In derem Sinne prügeln die Foos den Song auch durch die PA. Am Ende steht "Everlong".
Schön, dass es doch noch geklappt. Also mit dem "Back to the Roots"-Ding.

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