Montag, 20. Juni 2011

Festival-Highlights: Arcade Fire geben der Musik eine Seele

Songs für die Ewigkeit: Arcade Fire.                            Foto: Daniel Drescher

Es ist so ein Gefühl, und es kommt aus der Region links neben dem Herz...da sitzt bei mir vermutlich das Musik-Zentrum. Es stellt sich beim Auftritt von Arcade Fire ein. Diese Band ist schon so groß, ein würdiger Festival-Headliner, und wird in der Geschichte einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Wie Win Butler da von der Vorstadt und ihrer Ambivalenz singt, man würde ihm die ganz großen Bühnen und Stadien gönnen. Soviel Musik auf einer Bühne, acht Künstler, die Geigen, Trommeln, und viele andere Instrumente nutzen, um ihre Mini-Epen ins richtige Soundgewand zu kleiden. Régine Chassagne ist der weibliche Gegenpart zu Win Butler, aber hier singen ohnehin alle. Arcade Fire sind zugleich Kammerorchester und mehrstimmiger Chor.

Als die Orgelklänge von "Intervention" sakral über die Fans strahlen, zieht eine zentimeterdicke Gänsehaut über meine Ohren - von innen.  Diese Songs sind keine Radio-Kacke, keine Fastfood-Konsumsingles. Sondern Werke für die Ewigkeit.

Auch optisch berauschen Arcade Fire ihre Zuschauer: Da laufen Video-Clips über riesige Leinwände, dass man fast erschlagen ist - aber die Band wird nicht zum Beiwerk. Zu versiert sind die Musiker, die hier zeigen, wieviel Seele in Musik stecken kann.

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