Dienstag, 17. Mai 2011

Hören Sie das: Josh T. Pearson bei Daytrotter

Eine Grabesstimme, eine Gitarre - das war's: Mit diesen simplen Mitteln schafft der amerikanische Songwriter Josh T. Pearson Musik, die düster und wuchtig, verletzlich und verzweifelt tönt. Wenn Blues blau ist, was ist das hier dann? Ebenholzfarben, tiefschwarz, Erdöl-finster. Wem der Name noch nichts sagt, dem sei meine Plattenkritik aus der Schwäbischen Zeitung vom 15. März 2011 empfohlen (siehe nebenan).

Jetzt gibt es eine Daytrotter-Session des bärtigen Barden als Gratis-Download (hier entlang). Wer von Daytrotter noch nichts gehört hat, liest sich am Besten meinen Blog-Eintrag darüber durch. Bei Daytrotter spielt Pearson seine Songs in kürzeren Versionen. Während auf dem Album fast alles um die zehn Minuten dauert, gibt's die Stücke "Woman When I've Raised Hell", "Sweetheart I ain't your Christ", "Country Dumb" und "Sorry with a Song" hier im handlichen Vier-Minuten-Format. Mit einer Ausnahme: "Sorry..." dauert doch rund zehn Minuten, weil der Gitarrist und Sänger ein Cover von "By the Rivers of Babylon" dranhängt. Erstaunlich: Selbst dieser totgenudelte, penetrante Gute-Laune-Smasher, den noch jede besoffene Bierzelt-Kapelle kaputt gekriegt hat, klingt in Pearsons Händen ganz und gar nach Hoffnungslosigkeit. Sehr schön.

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